Lüfterlautstärke

Der Lüfter meiner Grafikkarte nervt. Wie kann ich den Lärm reduzieren?

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Thorsten Leemhuis

Der Lüfter meiner Grafikkarte nervt. Wie kann ich den Lärm reduzieren?

Viele Grafikkartenhersteller verwenden insbesondere bei neuen Grafikkartenmodellen die von ATI und Nvidia auf den jeweiligen Referenzdesigns verwendeten Kühler und Lüfter. Letztere müssen im Spielebetrieb häufig mit hoher Drehzahl arbeiten, um die entstehende Hitze abzuführen. Deutlich leiser laufende Grafikkartenkühler sind von verschiedenen Herstellern ab 30 Euro im Handel erhältlich.

An einen Austausch des Kühlers sollten sich jedoch nur erfahrene Bastler wagen - insbesondere die Demontage des vorhandenen Kühlers kann schwierig sein. Bei der Auswahl eines passenden Kühlers muss man besonders darauf achten, ob das Wunschmodell die teils recht große Hitzeentwicklung des zu kühlenden Grafikchips auch wirklich schnell genug abführen kann - das Datenblatt zum Kühler sollte darüber Auskunft geben. Wer sich die Montage nicht zutraut und auch mit den von einigen Herstellern angebotenen Grafikkarten mit passiver oder leiser Kühlung nicht fündig wird, kann bei Mad-Moxx umgebaute ATI- und Nvidia-Grafikkarten mit leisen Lüftern kaufen.

Mit dem Programm „atitool“ kann man bei vielen Grafikkarten mit ATI-Chip selbst eine Regelkennlinie einstellen, bei Nvidia-Karten kann der „RivaTuner“ die Lüfterdrehzahl reduzieren. Diese Tools können den Lüfter aber nur steuern, wenn sie einen unterstützten Hardware-Monitoring- und Steuer-Chip vorfinden. Darüber hinaus lässt sich bei Nvidia-Grafikkarten auch mit dem Tool „NiBiTor“ die im Grafikkarten-BIOS eingetragene Maximal-Drehzahl leicht reduzieren. Die Fundorte zu allen genannten Programmen sind unter dem Soft-Link angegeben.

Schon eine Absenkung von 100 auf 90 Prozent kann das Laufgeräusch deutlich reduzieren. Fehlerhafte Einstellungen ziehen jedoch schnell Hardware-Schäden nach sich. Daher gilt es, die Maximal-Temperatur des Grafikchips unter Last zu überprüfen - etwa mit einem die Grafikkarte fordernden Spiel oder einem Benchmark wie dem „3DMark06“. Die Temperatur des Grafikchips sollte nicht über 100 Grad steigen. Bei solchen Experimenten muss man zudem genug Reserven für heiße Sommertage mit höherer Umgebungstemperatur einkalkulieren.

Die Hitzeentwicklung lässt sich gegebenenfalls auch mit niedrigeren Taktfrequenzen bei Chip und Speicher reduzieren. Auch diese kann man mit NiBiTor gleich in das Karten-BIOS eintragen. Durch all diese Eingriffe verliert man natürlich seine Gewährleistungsansprüche.

Soft-Link (thl)