CVS als Dokumentverwaltung

In unserer interdisziplinären Arbeitsgruppe an der Uni verfassen wir gemeinsam wissenschaftliche Papiere und könnten zur Verwaltung unserer Dokumente das Software-CVS unserer Informatiker benutzen. Ist das eine gute Idee?

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In unserer interdisziplinären Arbeitsgruppe an der Uni verfassen wir gemeinsam wissenschaftliche Papiere und könnten zur Verwaltung unserer Dokumente das Software-CVS unserer Informatiker benutzen. Ist das eine gute Idee?

CVS (Concurrent Versions System) wurde für die Versionsverwaltung von ASCII-Programmcode entwickelt und eignet sich nur bedingt für die gemeinsame Arbeit an Texten und Dokumenten. Binärdateien wie Bitmap-Bilder, aber auch Word-Dokumente lassen den Datenbestand im zentralen Speicher, dem sogenannten Repository, schnell über Gebühr anschwellen.

Mehrere Versionen von ASCII-Dateien wie reinen Text, LaTeX-Quellcode oder auch Vektorgrafiken im Format SVG hingegen speichert CVS platzsparend ab - denn das System sichert nur die Änderungen, nicht die komplette neue Version. Dabei vergleicht CVS alte und neue Fassungen nicht zeichenweise, sondern ersetzt bei jeder Änderung den kompletten Absatz. Bei Programmcode ist das sinnvoll, weil jeder Absatz nur eine einzelne Zeile umfasst. Bei Fließtexten dagegen sind die Unterschiede zwischen zwei Dateiversionen im Detail nicht mehr zu erkennen.

Jedes Teammitglied arbeitet mit lokalen Kopien der gemeinsamen Dateien. Das System fügt die Änderungen aller Autoren immer wieder zusammen, was bei klarer Absprache die Arbeit wesentlich beschleunigt. Falls allerdings mehrere Teamworker parallel den gleichen Absatz umgeschrieben haben, kommt es beim Einchecken der neuen Versionen ins zentrale Repository zu einem Konflikt. Weil CVS Änderungen nicht genauer als absatzweise eingrenzt, gestaltet sich das Zusammenpuzzeln der Änderungen mühsam. (pek) (pek)