SMF, GM, GS und XG
Im Zusammenhang mit MIDI stoße ich immer wieder auf die Abkürzungen SMF, GM, GS und XG. Können Sie diese einmal aufschlüsseln?
Im Zusammenhang mit MIDI stoße ich immer wieder auf die Abkürzungen SMF, GM, GS und XG. Können Sie diese einmal aufschlüsseln?
Hinter der Abkürzung SMF versteckt sich das Dateiformat Standard MIDI File. Dateien dieses Typs, kenntlich an der Endung *.mid, stellen die Grundlage für den plattform- und instrumentenübergreifenden Austausch von MIDI-Daten dar.
SMF kann bis zu 16 MIDI-Spuren sowie die zugehörigen Informationen zu Anschlagdynamik enthalten. Die Belegung der einzelnen Spuren folgt bestimmten Konventionen, die unabhängig vom Abspielgerät für eine korrekte Wiedergabe der Datei sorgen sollen.
Das funktioniert aber nur, wenn auch der Klangerzeuger einem bestimmten Standard entspricht. Dieser heißt General MIDI, kurz GM, und legt zum Beispiel fest, welche Sounds das Gerät erzeugen können muss und wie die einzelnen Sounds via MIDI adressiert werden. Ein solches GM-Soundset erzeugten frühe Soundkarten per Hardware, heute ist zumeist die Rechner-CPU für die Berechnung zuständig. GS (Roland) und XG (Yamaha) erweitern den GM-Minimalkonsens um herstellerspezifische Funktionen, finden aber im PC-Lager wenig Unterstützung.
Dass SMF-konforme MIDI-Dateien auf verschiedenen GM-Geräten unterschiedlich wiedergegeben werden, liegt an der Gestaltungsfreiheit der Entwickler beim Zusammenstellen der GM-Soundsets - ob ein Schlagzeug von einer uralten Soundkarte aus Wellenformen mit Sampling-Wortbreite von 8 Bit zusammengestückelt wird oder in Form hochklassiger Samples vorliegt, ist deutlich hörbar. (nij) (nij)