Schwache US-Konjunktur bremst Wachstum in Euroland
Acht fĂĽhrende Wirtschaftsinstitute prognostizieren: Auch die Konjunktur im Euro-Raum wird sich im Jahresverlauf weiter verlangsamen.
Führende Wirtschaftsinstitute sind sich einig: Das Wachstum im Euro-Raum wird sich in den kommenden Wochen weiter abschwächen. Der Euro-Wachstumsindikator der Financial Times Deutschland (FTD) prognostiziert für das erste Quartal des laufenden Jahres in den zwölf Ländern der Euro-Zone nur noch ein Wachstum von 2,9 Prozent. Im zweiten Quartal 2000 lag der Zuwachs noch bei 3,8 Prozent und war dann auf 3,3 und im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 3,0 Prozent zurückgefallen.
Der FTD-Eurowachstums-Indikator wird monatlich von acht führenden Wirtschaftsforschungsinstituten berechnet; mit dabei sind unter anderem das Pariser Observatoire Francais des Conjoncture Economique (OFCE), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) und das Kieler Institut für Weltwirtschaft. Philippe Sigogne vom Pariser OFCE befürchtet im Jahresverlauf noch einen stärkeren Rückgang des Wachstums in Euroland und macht in der Hauptsache die einbrechende US-Konjunktur dafür verantwortlich. (ku)