Notwendigkeit der 24p-Verarbeitung

Mein Händler hat mir gesagt, die ganze Geschichte mit der Verarbeitung von 24 Vollbildern pro Sekunde (24p) sei übertrieben. Man benötige lediglich einen 24p-fähigen Fernseher für ruckelfreie Bewegungswiedergabe, wenn man US-amerikanische DVDs anschauen will.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 1 Min.

Mein Händler hat mir gesagt, die ganze Geschichte mit der Verarbeitung von 24 Vollbildern pro Sekunde (24p) sei übertrieben. Man benötige lediglich einen 24p-fähigen Fernseher für ruckelfreie Bewegungswiedergabe, wenn man US-amerikanische DVDs anschauen will.

Korrekt ist, dass die Ruckler (Judder) bei langsamen Schwenks bereits bei DVDs auftraten, die nach der in Nordamerika und Japan eingesetzten Fernsehnorm NTSC arbeiten. Um auf die dabei verwendete Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde (60 Hertz) zu kommen, werden die 24 Bilder pro Sekunde eines Spielfilms im ungleichmäßigen Rhythmus 3:2:3:2 angezeigt.

Solange Sie nur deutsche DVDs schauen wollen, erleben Sie das Ergebnis dieses sogenannten 3:2-Pulldowns nicht. Stattdessen werden Filme bei der PAL-Wiedergabe - vereinfacht ausgedrĂĽckt - lediglich etwas beschleunigt abgespielt, um auf die Bildfrequenz von 50 Hz zu kommen.

Da auch europäische HD-Fernseher 60-Hz-Signale verarbeiten können, machte man bei Blu-ray Disc und HD DVD diese Frequenz kurzerhand zum Standard - mit der Folge, dass bei der Wiedergabe von Spielfilmen von deutschen HD-Discs durch den 3:2-Pulldown wie beim NTSC-DVD-Playback die beschriebenen Ruckler auftreten. Sollten Sie also planen, später auf dem Fernsehgerät Blu-ray Discs und HD DVDs (unabhängig aus welchem Land) abzuspielen, ist es ratsam, bei der Anschaffung auf 24p-Kompatibilität zu achten. (nij) (nij)