Gewerkschaft: Erlöse aus Arcor-Börsengang reinvestieren

Die Gewerkschaft Transnet fordert eine Reinvestition der Erlöse aus dem geplanten Börsengang der Telefongesellschaft Mannesmann Arcor.

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Von
  • Angela Meyer

Die Erlöse aus dem geplanten Börsengang der Telefongesellschaft Mannesmann Arcor sollen nach den Vorstellungen der Transnet Gewerkschaft GdED zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verwendet werden. Die Zukunft des nach der Telekom größten Festnetzanbieters in Deutschland sei nur gesichert, wenn der technische Wandel im Markt auch finanziell bewältigt werden könne, sagte Norbert Hansen am gestrigen Mittwoch bei einer Fachkonferenz seiner Gewerkschaft zur Zukunft des Festnetzes in der Telekommunikation. Ansonsten seien auch auf diesem Zukunftsmarkt die Arbeitsplätze schnell gefährdet.

Zudem müssten die Beschäftigten an dem Börsengeschäft beteiligt werden, verlangte der Transnet-Chef. Nach eigenen Angaben ist der überwiegende Teil der 7.000 Arcor-Mitarbeiter Mitglied der Gewerkschaft, die das Thema Erfolgsbeteiligung auch bei den nächsten Verhandlungen über den seit zwei Jahren geltenden Haustarifvertrag auf die Tagesordnung setzen möchte.

Hansen warnte laut dpa auch vor Überlegungen bei der Bahn, die Gesellschafteranteile an Mannesmann Arcor von derzeit 18 Prozent bis auf ein Prozent zu verkaufen. Das sei strategisch töricht. Die Bahn könnte es sehr bald bedauern, "wenn sie jetzt Kasse machen will", sagte der Gewerkschaftschef. Er verlangte, Gespräche zwischen Arcor und der Bahn müssten in Richtung Stärkung der Geschäftsbeziehung gehen. Immerhin mache Arcor 30 Prozent seines Umsatzes mit Bahnaufträgen und sei zugleich alleiniger Anbieter für die Bahn. Niemand könne sagen, wer auf das künftig börsennotierte Unternehmen Einfluss gewinne. (anm)