NAS, SAN und NDAS
Auf der Suche nach einem Speicher mit Netzwerkanschluss bin ich über die Begriffe NAS, SAN und NDAS gestolpert. Wofür stehen diese Abkürzungen und was sind genau die Unterschiede zwischen diesen Techniken?
- Boi Feddern
Auf der Suche nach einem Speicher mit Netzwerkanschluss bin ich über die Begriffe NAS, SAN und NDAS gestolpert. Wofür stehen diese Abkürzungen und was sind genau die Unterschiede zwischen diesen Techniken?
NAS steht für Network Attached Storage, was sich mit „ans Netz gehängter Speicher“ übersetzen lässt. Als NAS-Geräte bezeichnet man heute Speicherboxen mit LAN-Schnittstelle, die sich übers Netzwerk mittels Standard-Dateiprotokollen wie SMB oder FTP ansteuern lassen.
NDAS (Network Direct Attached Storage) klingt ähnlich wie NAS. Es ist jedoch eine ganz spezielle vom Hersteller Ximeta entwickelte Technik, um Festplatten mit Hilfe eines Spezialtreibers im Netzwerk anzusprechen. Der Datentransfer ist hier deutlich schneller als bei herkömmlichen NAS-Geräten. Da man jedoch auf allen Rechnern, von denen man auf die Netzwerkfestplatte zugreifen möchte, den angesprochenen Treiber installieren muss, eignen sich NDAS-Geräte nur für Privatanwender mit einem sehr kleinen Netzwerk. Aufgrund des reduzierten Funktionsumfangs und der rudimentären Benutzerverwaltung sind sie nicht mit NAS-Geräten vergleichbar. Auch preislich bewegen sie sich eher auf dem Niveau einer externen Festplatte mit zusätzlichem Netzwerkanschluss.
Bei einem SAN (Storage Area Network) handelt es sich indes nicht um eine bestimmte Geräteklasse, sondern um ein Speichernetz, das ausschließlich für den Zugriff auf Speichergeräte dient. Der Zugriff auf den Speicher erfolgt hier nicht datei-, sondern blockweise; als Protokolle sind Fibre Channel oder iSCSI gebräuchlich. In einem SAN können übrigens auch NAS-Geräte als Vermittler zwischen LAN und SAN zum Einsatz kommen. SANs sind eher in Unternehmensnetzen sinnvoll, zu Hause und im kleinen Büro nicht. (boi) (boi)