Bibliothek
Wie ist es eigentlich um den Lesestoff bestellt?
- Dr. JĂĽrgen Rink
Wie ist es eigentlich um den Lesestoff bestellt?
Leider kommen nur im englischsprachigen Raum E-Book-Editionen in etwa zeitgleich mit den gedruckten Ausgaben auf den Markt. Deutschland ist noch Entwicklungsland, auch deshalb, weil Bestseller so gut wie gar nicht als digitale Editionen erscheinen. Bei E-Book-Händlern wie Beam-Bibliothek, Libri.de oder Ciando stehen zahlreiche Ratgeber, ältere und unbekannte E-Books und Heftchenserien im Online-Regal. Die Preise liegen unter denen für die gebundene oder, wenn vorhanden, der Taschenbuchausgabe, doch hängt es vom Buch ab, um wie viel günstiger die E-Book-Ausgabe ausfällt.
Seit Jahren tummeln sich Communities im Web, deren Mitglieder Bücher selbst scannen und als Datei tauschen. Diese Selbsthilfe ist meist illegal, aber die einzige Möglichkeit, einigermaßen aktuelle Belletristik, die es in die Bestseller-Listen geschafft hat, auf Displays zu lesen.
E-Books ohne DRM und kostenlose Ausgaben gibt es zuhauf und für jeden Geschmack. Ein Online-Zugang plus Browser genügt – in welchem Lesegerät auch immer – für Literatur satt, beispielsweise bei Zeno.org oder Projekt Gutenberg-de. Zahlreiche Webseiten bieten zudem eine Fülle kostenloser E-Books an (siehe Soft-Link) – genug, um sich für Lesestoff inspirieren zu lassen, aber zu wenig, wenn man ein bestimmtes Werk als E-Book-Edition möchte.