DOS demoliert Disk Manager
Bei der Installation von MSDOS 6.2 auf einer mit dem Ontrack Disk Manager eingerichteten IDE-Platte wird die Platte nicht richtig erkannt und nur eine 504 MByte große Partition angelegt, obwohl die Platte 1 Gigabyte groß ist.
- Dr. Harald Bögeholz
Bei der Installation von MSDOS 6.2 auf einer mit dem Ontrack Disk Manager eingerichteten IDE-Platte wird die Platte nicht richtig erkannt und nur eine 504 MByte große Partition angelegt, obwohl die Platte 1 Gigabyte groß ist.
Die uns vorliegende Version 6.03 des Disk Managers installiert sich auf der Platte in einer unsichtbaren Partition und spiegelt dem DOS mittels eines residenten Programms eine andere logische Struktur der Festplatte vor. Dadurch erscheint sie mit mehr Köpfen und Sektoren, dafür mit weniger als 1024 Zylindern.
Dieses residente Programm muß vor DOS in den Speicher gelangen, damit diese Platteneinteilung unter DOS erhalten bleibt. Wenn Sie DOS aber in gewohnter Manier von Diskette booten, indem Sie die Floppy schon beim Kaltstart einlegen, setzen Sie die Fähigkeiten des Disk Managers außer Kraft: Die vom Disk Manager angelegten Partitionen sind unsichtbar, und über das Standard-ROM-BIOS kann DOS nur die ersten 1024 Zylinder der Platte ansprechen.
Deshalb bietet der Ontrack Manager eine zusätzliche Variante des Diskettenboots an, die leider nicht im Papierhandbuch beschrieben, sondern in der Online-Dokumentation des Programms versteckt ist. Sie legen die Floppy zunächst nicht ein, sondern booten erst von Platte, aber nur, um den Disk Manager zu starten. Dieser zeigt dann eine kurze Zeit lang die Meldung an, man möge die Leertaste (Space) drücken, wenn man jetzt noch von Diskette booten möchte. Drücken Sie die Leertaste und legen Sie die Floppy ein. Nun hat auch eine DOS-Version, die von Diskette gestartet wird, Kenntnis von der neuen, erweiterten Platteneinteilung, und auch mit DOS-Fdisk läßt sich die gesamte Platte ausnutzen. (bo) (bo)