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Wie kann ich herausfinden, ob meine 8-MByte-SIMMs gemäß den Beschreibungen in c't 4/95 als D-SIMM oder S-SIMM ausgestattet sind und mit 1K-, 2K- oder 4K-Refresh arbeiten?

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Von
  • Andreas Stiller

Wie kann ich herausfinden, ob meine 8-MByte-SIMMs gemäß den Beschreibungen in c't 4/95 als D-SIMM oder S-SIMM ausgestattet sind und mit 1K-, 2K- oder 4K-Refresh arbeiten?

Eine genaue Zuordnung ist nur über die Typenbezeichnung des Moduls und der DRAMs möglich. Es gibt aber einige Anhaltspunkte für PS/2-SIMMs; neben der Bestückung ist dies vor allem die Pin-Belegung (Pin out). Allerdings haben SIMMs sogenannte Multilayer-Platinen, die verdeckte, interne Leitungen haben können (im Regelfall nur Masse und +5 V). Eine genaue Betrachtung der SIMM-Anschlüsse mit Auflicht- und Durchlicht führt dennoch meistens zum Ziel. Es ist dabei egal, ob sich die Anschlüsse auf der Ober- oder Unterseite oder im Mittel-Layer befinden. Pin 1 liegt bei der Einbuchtung.

Befindet sich ein kleiner Logik-Baustein (74xx) auf einem 2- oder 8-MByte-SIMM, so hat man es höchstwahrscheinlich mit einem D-SIMM zu tun. Der Logikbaustein `bastelt´ sich ein fehlendes Adreß-Signal aus den beiden RAS-Signalen, hat also ein leicht verzögertes Timing. Ist der Pin 45 (/RAS1) angeschlossen, dann handelt es sich sicher um ein D-SIMM. Ist Pin 19 (A10) bei einem 8-MByte-Modul angeschlossen, so handelt es sich um ein problematisches S-SIMM. Ist auf dem SIMM Pin 19 (A11) angeschlossen, so arbeitet das Modul mit dem für ältere Boards problematischen 4-K-Refresh. Zuweilen arbeiten ältere Boards auch nicht mit 16-MByte-Modulen, nur weil A10 am Sockel falsch verdrahtet wurde. So befand sich auf einem 486-Opti-Board A10 auf Pin 46 statt auf Pin 19. Einfaches Zusammenlöten von Pin 46 mit Pin 19 schaffte Abhilfe.(as) (as)