Flachbandkabel verlängern
Ich habe mir ein Pentium-Board Endeavor mit integrierter Soundkarte zugelegt. Dabei werden die Signal-Buchsen des Sound-Teils über eine Spezial-Steckkarte mit 34poligem Pfostenstecker auf ein herkömmliches Slotblech geführt. Nur liegt dieser Steckplatz neben den normalen, sprich: Mein Gehäuse hat dort keine Aussparung. Also wollte ich diese Karte über ein 34poliges Flachbandkabel - zum Beispiel eine Verlängerung für Floppy-Kabel - mit seinem Steckplatz verbinden. Doch ich finde im Handel weder fertige Verlängerungskabel noch `männliche´ Pfostenstecker zum Aufpressen. Wissen Sie Abhilfe?
- Detlef Grell
Ich habe mir ein Pentium-Board Endeavor mit integrierter Soundkarte zugelegt. Dabei werden die Signal-Buchsen des Sound-Teils über eine Spezial-Steckkarte mit 34poligem Pfostenstecker auf ein herkömmliches Slotblech geführt. Nur liegt dieser Steckplatz neben den normalen, sprich: Mein Gehäuse hat dort keine Aussparung. Also wollte ich diese Karte über ein 34poliges Flachbandkabel - zum Beispiel eine Verlängerung für Floppy-Kabel - mit seinem Steckplatz verbinden. Doch ich finde im Handel weder fertige Verlängerungskabel noch `männliche´ Pfostenstecker zum Aufpressen. Wissen Sie Abhilfe?
Drei Möglichkeiten fallen uns ein. Es gibt sehr wohl aufpreßbare männliche Pfostenstecker; die waren aber lange Zeit sehr teuer (15 bis 20 DM) und praktisch nur bei Distributoren erhältlich, die ausschließlich gewerbliche Nutzer beliefern. Ein Anbieter, der auch Endkunden beliefert, ist zum Beispiel Fa. Simons in Kerpen (knapp 5 DM für die 34polige Version).
Eine Notlösung wäre die ersatzweise Benutzung eines Pfostensteckers für Platinenmontage, die es in jedem besseren Elektronikladen gibt. Dazu sind die 34 Leitungen freitragend an die Steckerkontakte zu löten und einzeln - am besten mit Schrumpfschlauch - zu isolieren. Eine Zugentlastung läßt sich jedoch nicht bewirken.
Vor allem wenn´s ganz schnell mit Mitteln aus der Bordapotheke gehen muß (etwa bei Messeaufbauten am Wochenende) bewährt sich folgender Weg, auf dem jedoch eine ganz tückische Falle lauert: Man nehme zwei 34polige Pfostenreihen für die Platinenbestückung und löte diese am `kurzen´ Ende zusammen - das geht weit einfacher als das Anlöten einzelner Drähtchen und läßt sich als Ganzes mit Band isolieren. Diese Kombination steckt man nun mit einer Seite in eine Pfostenbuchse und fixiert sie mit der Heißklebepistole - et voilà , ein Pfostenstecker ist geboren. Aber leider erst zur Hälfte: Bei dieser Variante werden nämlich systemimmanent die beiden Pfostenreihen vertauscht. Elektrisch korrekt ist diese Lösung daher erst, wenn man dieselbe Prozedur ein zweites Mal anwendet, denn diese Vertauschung läßt sich nicht durch verdrehtes Aufpressen einer Buchse verhindern. Wenn man daher diese Methode wählt, ist man gezwungen, zwei Adapter aus Pfostenleisten herzustellen und immer zwei solcher Verlängerungen in Reihe geschaltet zu verwenden. Während das bei `langsamen Anwendungen´ wie etwa einer Floppy-Kabelverlängerung kein Problem ist, sollte man bei SCSI-Kabeln für den Fast-Betrieb (10 MByte/s) solche reflexionsträchtigen Kabelflickstellen besser meiden.(gr) (gr)