IDE-ZIP und Windows 95
Ich habe von einem Bekannten ein internes ZIP-Drive in der EIDE-Version gekauft. Es läuft aber unter Windows 95 nicht, obwohl es bei meinem Bekannten problemlos arbeitete.
Ich habe von einem Bekannten ein internes ZIP-Drive in der EIDE-Version gekauft. Es läuft aber unter Windows 95 nicht, obwohl es bei meinem Bekannten problemlos arbeitete.
EIDE-ZIP-Laufwerke werden absichtlich nur zusammen mit einem neuen Rechner als sogenannte OEM-Version verkauft. Unter anderem machen viele ältere PC-BIOSse ernste Scherereien, wenn sie ein EIDE-Wechselmedium vorfinden: Bei manchen muß immer ein Medium eingelegt sein, damit der PC überhaupt bootet, bei anderen werden sie grundsätzlich als Harddisk eingebunden, so daß der Medienwechsel im laufenden Betrieb möglicherweise zu Abstürzen oder gar Datenverlust (Caching) führt. Mitunter gewinnen dadurch auch Iomegas Treiber nicht `gegen den Willen des BIOS´ die Kontrolle über das Laufwerk, aber nur darüber läßt sich dessen Software-Schreibschutz setzen und aufheben. Es gibt also gute Gründe dafür, daß Iomega nur die SCSI- und Drucker-Port-Variante an jedermann verkauft. Wie problematisch das werden konnte, zeigte Syquests EIDE-Version des SQ3270. Hätte man diese Drives als ATAPI-Versionen konzipiert, so daß sie wie CD-ROMs nur per Treiber ansteuerbar wären und nicht per BIOS, könnte man auf solche Vertriebsrestriktionen verzichten.
Wenn Sie aufgrund eines modernen BIOS all die genannten Probleme nicht haben, sondern nur Windows 95 streikt, so haben Sie allerdings realistische Hoffnung auf Abhilfe. Mit ZIP-Drive ausgestattete PCs werden üblicherweise mit der OEM-Version Windows 95b ausgeliefert, so daß sie auch schon Treiber fürs ZIP-Drive enthalten. Wenn Sie das ZIP daher mit dem alten Windows 95 (A-Version oder älter) betreiben wollen, müssen Sie sich die neuen IDE-Treiber besorgen und in das Verzeichnis System\Iosubsys kopieren. Es handelt sich um die Dateien ESDI_506.PDR und VOLTRACK.VXD. (Matthias Carstens/ps) (ps)