Norton Image unter Win95?

Mich interessiert, wie es Ihnen gelingt, die alten DOS-Versionen von Mirror oder Image unter Window 95 so zu benutzen, wie Sie es im Artikel `Die Lunte brennt´ (c't 5/97, S. 174) beschrieben haben. Sowohl unter DOS 7 als auch unter der grafischen Oberfläche (Win95a) wird mir jedenfalls das Erzeugen eines FAT-Images mit Verweisen auf die `veraltete´ Software verwehrt.

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Von
  • Detlef Grell

Mich interessiert, wie es Ihnen gelingt, die alten DOS-Versionen von Mirror oder Image unter Window 95 so zu benutzen, wie Sie es im Artikel `Die Lunte brennt´ (c't 5/97, S. 174) beschrieben haben. Sowohl unter DOS 7 als auch unter der grafischen Oberfläche (Win95a) wird mir jedenfalls das Erzeugen eines FAT-Images mit Verweisen auf die `veraltete´ Software verwehrt.

Eine Überprüfung auf mehreren Rechnern bei uns stiftete einige Verwirrung, denn auf einigen ging es, auf anderen nicht. Des Rätsels Lösung: Wenn die Image-/Mirror-Files einmal auf der Platte angelegt sind, dann kann man sie beliebig oft erneuern, und zwar unter DOS 7 ebenso wie in der DOS-Box. Bei uns hatte das Anlegen der Dateien für Windows 95 bereits Image32 von den Norton Utilities 2.0 besorgt, welches direkt unter Windows 95 FAT-Sicherungen ohne Probleme erzeugt. In die gleichnamigen Dateien konnten dann auch die DOS-Programme schreiben. Das Problem besteht wohl darin, daß beim ersten Aufruf der DOS-Programme auch Schreibzugriffe über BIOS-Funktionen anfallen, die Windows 95 mit dem Hinweis auf veraltete Software unterbindet.

Wer daher nur die DOS-Versionen hat, muß beim ersten Mal einen kleinen Umweg gehen: Windows 95 via Beenden im MS-DOS-Modus (beziehungsweise beim Starten via F8-Menü Eingabe-Aufforderung) starten. Dann mittels Lock-Befehl die Laufwerke verriegeln; entweder mit lock c:, lock d: ... jedes Laufwerk einzeln, oder mit lock ohne Parameter alle Laufwerke gleichzeitig. Dann Image für jedes Laufwerk aufrufen, wobei man die Buchstaben aller vorhandenen Laufwerke direkt als Parameter anhängen kann, wodurch man mit einer Zeile der Art Image C: D: E: auskommt. Mit unlock kann man die Verriegelung wieder aufheben oder gleich neu booten. Danach braucht man den Lock-Befehl normalerweise nicht mehr und kann Image über die Autoexec.bat bei jedem Systemstart neu ausführen lassen.

Uns wurden aber auch hartnäckige Fälle bekannt, in denen das nur auf der ersten physikalischen Platte klappte. Hier muß man in die Autoexec.bat dann auch ein Lock vor dem Image-Aufruf und ein Unlock dahinter setzen. Um die Sicherheitsabfrage von Lock automatisch zu beantworten, sollte man eine Textdatei erstellen, die nur aus dem Buchstaben `J´, gefolgt von einem CRLF besteht. Nennt man diese Datei ja.txt, sieht der Aufruf folgendermaßen aus: lock < ja.txt. (gr) (gr)