Mit Warp über 4 GByte

Bei dem Versuch, OS/2 Warp 4 auf eine 6 GByte große IDE-Platte zu installieren, meldet Fdisk eine ungültige Partitionstabelle und zeigt eine viel zu große Kapazität an. Wie läßt sich das erklären?

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Dr. Harald Bögeholz

Bei dem Versuch, OS/2 Warp 4 auf eine 6 GByte große IDE-Platte zu installieren, meldet Fdisk eine ungültige Partitionstabelle und zeigt eine viel zu große Kapazität an. Wie läßt sich das erklären?

Der für IDE-Platten zuständige Treiber Ibm1s506.add hat einen Fehler, der bei Kapazitäten über 4 GByte zuschlägt. Solch großen Platten verpaßt das BIOS ein Mapping mit 255 Köpfen, was der Treiber als -1 mißversteht. Auf dem weiteren Weg durch das Betriebssystem werden daraus dann irrwitzige Zahlen, die Fdisk verwirren.

IBM hat den Bug mittlerweile behoben, und das Fixpack 2 für Warp 4 wird einen neuen Treiber enthalten. Als Behelfslösung können Sie bis dahin eventuell mit dem Int-13-Treiber über die Runden kommen, der die Festplatte nicht direkt, sondern über das BIOS anspricht. Fügen Sie dazu in der Datei Config.sys in der Zeile hinter

BASEDEV=IBM1S506.ADD 

die Parameter `/A:0 /I´ an und stellen Sie sicher, daß der Treiber Ibmint13.i13 per BASEDEV-Anweisung geladen wird. Dadurch ignoriert der IDE-Treiber den primären Kanal, und der BIOS-Treiber übernimmt Platten, die an diesem Kanal hängen. Der sekundäre Kanal bleibt weiterhin unter der Aufsicht des Ibm1s506.add, um das daran angeschlossene ATAPI-CD-ROM-Laufwerk ansprechen zu können. Wenn Sie kein CD-ROM-Laufwerk an der IDE-Schnittstelle betreiben wollen, können Sie den Treiber Ibm1s506.add auch einfach aus der Config.sys löschen. (bo) (bo)