Farbkalibrierung für Drucker

Ich habe versucht, mit Hilfe der Bildbearbeitungssoftware Photoshop die Farbausgabe auf meinem Drucker zu kalibrieren. Die gedruckten Farben stimmen trotzdem nicht mit denen auf dem Bildschirm überein.

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Von
  • Jörn Loviscach

Ich habe versucht, mit Hilfe der Bildbearbeitungssoftware Photoshop die Farbausgabe auf meinem Drucker zu kalibrieren. Die gedruckten Farben stimmen trotzdem nicht mit denen auf dem Bildschirm überein.

Nicht alle Farben, die ein Bildschirm anzeigt, lassen sich mit Hilfe der Druckfarben wiedergeben. Das gilt vor allem für leuchtende Blau- und Grüntöne. Sie werden im Druck zwangsweise verfälscht.

Obendrein ist Photoshop nur zur Kalibrierung von PostScript-Druckern gedacht. Hier kann das Programm die vier Grundfarben Cyan (ungefähr Türkis), Magenta (ungefähr Violett), Gelb und Schwarz gezielt ansteuern. Die Treiber von Nicht-PostScript-Druckern nehmen dagegen Farbangaben von der Anwendungssoftware nur im RGB-Modell entgegen; die Umrechnung in die Druckfarben übernehmen sie selbst. (Theoretische Ausnahmen von dieser Regel bestehen für Windows-Druckertreiber mit ICM-Unterstützung und QuickDraw-GX-Druckertreiber für MacOS).

Die gängigen Drucker, deren Treiber ausnahmslos mit RGB-Farbwerten arbeiten, lassen sich nur aufwendig kalibrieren. Am besten übernimmt der Druckertreiber das selbst, zum Beispiel mit Hilfe der Farbmanagementsysteme ICM oder ColorSync (siehe c't 10/96, S. 180). (jl) ()