DAT-Backupbänder für Audio?

Kassetten für DAT-Streamer sind oftmals billiger als Audio-DAT-Bänder. Kann ich sie in meinem Audio-Recorder verwenden, um Kosten zu sparen?

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Von
  • Jörn Loviscach

Kassetten für DAT-Streamer sind oftmals billiger als Audio-DAT-Bänder. Kann ich sie in meinem Audio-Recorder verwenden, um Kosten zu sparen?

Mit 60-Meter- und 90-Meter-Datenbändern (entspricht 120 bzw. 180 Minuten) haben wir bislang in dieser Hinsicht keine schlechten Erfahrungen gemacht, nicht einmal beim Betrieb in portablen DAT-Recordern, wo die Hersteller vor diesen sehr dünnen Bändern warnen. Am Rande bemerkt: Wer umgekehrt Audio-DAT-Kassetten in Datenlaufwerken verwendet, zahlt nicht nur drauf, sondern geht auch das Risiko ein, daß die Bänder schneller verschleißen beziehungsweise weniger sicher speichern - müssen sie doch nicht denselben Standards genügen wie die Backup-Kassetten. Außerdem sind diese Datenkassetten mit Farbbalken (`MRS´) auf dem Vorspannband kodiert. Um Audiokassetten im Streamer zu betreiben, muß man deshalb die MRS-Erkennung abschalten (meist per DIP-Schalter). Umgekehrt ist uns kein Audio-DAT-Gerät bekannt, das an den Markierungen von Backup-Bändern Anstoß nimmt. Probleme könnten allenfalls die 120-m-Bänder für DDS-II-Streamer machen, allerdings sind die ohnehin recht teuer und keine sinnvolle Alternative (der Sony ES-60 zum Beispiel nimmt auch diese Bänder). Es gibt aber Audio-DAT-Recorder (etwa der genannte ES-60), die nicht in den Aufnahmemodus wechseln, wenn man eine Kassette benutzt, auf der sich bereits ein Satz Backup-Daten befindet. (jl) ()