Intuit: Keine Mac-App-Store-Updates mehr für Quicken 2015
Die Finanzsoftware erhält Aktualisierungen nun nur noch außerhalb des Mac App Store, auch wenn das Programm über Apples Vertriebskanal für OS-X-Software erworben wurde.
(Bild: Intuit)
Updates für die Mac-Version von Quicken 2015 werden nicht mehr über die integrierte Aktualisierungsfunktion des Mac App Store ausgeliefert. Dies teilte Hersteller Intuit in einem Support-Dokument mit. Nutzer, die die Software im Mac App Store erworben haben, müssen das Tool "Quicken Utility" von der Webseite des Anbieters herunterladen und einer Anleitung mit vierzehn Schritten folgen. Anschließend soll Quicken 2015 in der Lage sein, Updates direkt vom Server des Anbieters statt vom Mac App Store zu beziehen.
Kritisches Sicherheits-Update erforderlich
Bestandskunden wurde über die Änderung und diesen Weg zum Direktbezug von Updates bislang offenbar nicht informiert, allerdings hat Intuit auch keine einfache Möglichkeit, um Mac-App-Store-Käufer zu kontaktieren. Ein von Intuit als kritisch eingestuftes Sicherheits-Update ist erforderlich, um das Programm weiterhin nutzen zu können. Dieses Update steht im Mac App Store nicht zum Download bereit.
Einen Grund für die Änderung nannte der Hersteller bislang nicht. Intuit vertreibt die 2016er-Version von Quicken als eigenständiges Programm im Mac App Store und hat zugleich die 2015er-Fassung aus dem Store genommen. Mac-Entwickler spekulieren, dass dieser Schritt gewählt wurde, weil es keine Möglichkeit gibt, kostenpflichtige Updates im Mac App Store anzubieten und Nutzer nicht durch das Angebot einer alten sowie einer neuen Version verwirrt werden sollten.
Kritik am App Store
Die seit Jahren bestehende Kritik an den von Apple eingeschränkten Vertriebsmöglichkeiten für Software im App Store – neben bezahlten Updates fehlt beispielsweise die Möglichkeit, eine Test-Version anzubieten – ist jüngst wieder verstärkt zu vernehmen. Der Mac App Store wirkt zusehends vernachlässigt: Seit der Aktualisierung eines Signierungszertifikates stoßen Nutzer teils immer noch auf Probleme – erst ein bislang unveröffentlichtes System-Update soll diese ausräumen. (lbe)