Cacheable Area bei Pentium-II-Rechnern
Wieviel Hauptspeicher kann der Cache eines Pentium II eigentlich verwalten?
- Georg Schnurer
Wieviel Hauptspeicher kann der Cache eines Pentium II eigentlich verwalten?
Der Pentium II hat einen in den Prozessorkern integrierten L1-Cache (jeweils 16 KByte für Daten und Programmcode), der maximal 64 GByte abdeckt. Der auf dem Prozessormodul untergebrachte L2-Cache (512 KByte) deckt 512 MByte oder 4 GByte RAM ab, je nachdem, welchen Tag-Chip Intel auf die Platine gelötet hat. Eine Cacheable Area von bis zu 4 GByte für den L2-Cache haben die 333-MHz-Modelle mit den S-Nummern SL2QH und SL2S5 sowie alle bislang verfügbaren 350- und 400-MHz-Prozessoren (SL2S6, SL2SF, SL2S7, SL2SH). Bei allen anderen Pentium-II-Modellen ist ein Speicherausbau auf mehr als 512 MByte nicht sinnvoll, da deren L2-Cache Speicher oberhalb dieser Grenze nicht mehr erfaßt und der Rechner dadurch langsamer wird.
Um tatsächlich mehr als 512 MByte Hauptspeicher sinnvoll nutzen zu können, müssen aber auch Chipsatz und Board-Layout mitspielen. Bei den aktuellen Pentium-II-Chipsätzen gelten folgende Grenzen: Der 440EX kann maximal 256 MByte Hauptspeicher adressieren, beim 440FX, 440LX und 440BX liegt die Grenze bei 1 GByte, beim 440GX bei 2 GByte und beim Server-Chipsatz 440NX bei satten 8 GByte. Zusätzlich muß auch das BIOS des verwendeten Boards auf die neuen Pentium-II-Prozessoren mit erweiterter Cacheable Area eingestellt sein. Vor der Investition in viel Hauptspeicher und einen geeigneten Prozessor sollte man deshalb unbedingt beim Board-Hersteller nachfragen, ob ein geeignetes BIOS verfügbar ist. (gs) (gs)