Stumpfe Zähne

Auf dem CTI Symposium in Berlin stellt Hoerbiger eine neuartige Synchronisierung fĂĽr Doppelkupplungsgetriebe (DKG) vor. Laut Pressemitteilung ist das die weltweit erste Synchronisierung mit optimiertem Design fĂĽr DKGs. Erste Prototypen laufen bereits im Praxistest

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Berlin, 8. Dezember 2015 – Auf dem CTI Symposium in Berlin (bis 9. Dezember) stellt Hoerbiger eine neuartige Synchronisierung für Doppelkupplungsgetriebe (DKG) vor. Laut Pressemitteilung ist das die weltweit erste Synchronisierung mit optimiertem Design für DKGs. Erste Prototypen laufen bereits im Praxistest.

Bisher war es üblich, bei den Synchronkörpern spitz zulaufende Zähne für die Kupplungsscheiben zu verwenden, gewissermaßen eine 1:1-Übernahme der für manuelle Getriebe optimalen Form. Um die besonderen Betriebsbedingungen in Doppelkupplungsgetrieben zu berücksichtigen und damit die Leistungsfähigkeit dieser Getriebebauart hinsichtlich Bauraum, Schaltgeschwindigkeit, Geräuschkomfort und Schleppmomenten der Getriebekupplung auf die Schaltqualität zu verbessern, haben die Ingenieure die Synchronkörper neu gedacht. Dazu wurden die spitzen Zähne abgeflacht und die Schiebemuffe jeweils links und rechts nur mit einer einseitigen Schräge zu versehen.

Stumpfe Zähne (3 Bilder)

In ihren Bauteilen sind DKGs noch größtenteils von manuellen Schaltgetrieben abgeleitet. Das unterstützt ihre Funktionen aber nicht immer optimal. Im Bild das sechsgängige 6DCT150 von Getrag.
(Bild: Getrag)

Durch die Konstruktion lassen sich gegenüber konventionellen Systemen axial pro Synchronisierungseinheit bis zu vier Millimeter Bauraum einsparen. Im Längs-Einbau entspricht das in Summe einer möglichen Bauraumverkürzung um bis zu zwölf Millimeter. Gleichzeitig reduziert sich auch der Schaltweg, je Gang um bis zu 25 Prozent.

Alternativ können durch den Raumgewinn in einem gleichbleibend großen Getriebegehäuse mehr Gänge untergebracht werden oder mittels breiterer Zahnräder höhere Drehmomente übertragen werden. Als weiterer Nebeneffekt kann die neue Synchronisierungsart bei einer Elektrifizierung des Antriebsstrangs Gestaltungspielräume schaffen – zum Beispiel lassen sich Bauteile von Hybridsystemen, etwa E-Maschinen, einfacher im Gehäuse integrieren.