Linux mit zwei Grafikkarten

Wie reagieren andere Betriebssysteme (insbesondere Linux) auf eine für sie unerwartete zweite Grafikkarte im System? Läßt sich der entsprechende PCI-/AGP-Steckplatz softwareseitig beim Booten von Linux deaktivieren, oder ist hier mit Problemen zu rechnen?

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Wie reagieren andere Betriebssysteme (insbesondere Linux) auf eine für sie unerwartete zweite Grafikkarte im System? Läßt sich der entsprechende PCI-/AGP-Steckplatz softwareseitig beim Booten von Linux deaktivieren, oder ist hier mit Problemen zu rechnen?

Mit Problemen muß normalerweise nicht gerechnet werden, denn die Systeme betrachten die zweite Karte als quasi beliebiges PCI-Device und nicht als Grafikkarte. Die Karte läßt sich daher auch nur mit speziellen Treibern ansprechen. Entsprechende Treiber gibt es beispielsweise für ausgewählte Karten von Elsa (Windows 95 und NT, OS/2) sowie Matrox (Windows NT, OS/2). Ansonsten wird die Karte lediglich den Rechner etwas aufwärmen, aber nicht in Funktion treten und auch nicht stören. Für Linux gibt es zwei kommerzielle Lösungen: Metro Link (http://www.metrolink.com) und Xi Graphics (http://www.xig.com/products/mxdata.html). Free86 arbeitet jedoch auch schon an der Unterstützung von `multi-headed servern´, so die X11-Bezeichnung für den Betrieb mehrerer Monitore an mehreren (oder speziellen) Grafikkarten in einem Rechner. XFree86 4.0 soll´s dann können, es wird allerdings erst im nächsten Jahr erscheinen. (svs/odi) (odi)