Make on Tour: Zu Besuch im Fablab Tunis

Am 17. November eröffnete das Fablab Solidaire in Tunis. Make-Redakteurin Helga Hansen nutzte einen Aufenthalt in Nordafrika, um mal in der neuen – und gut ausgestatteten – Werkstatt vorbeizuschauen.

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Zu Besuch im Fablab Tunis
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Von
  • Helga Hansen

Von kleinen Arduinos bis zur großen CNC-Fräse - das neue Fablab in der nordafrikanischen Hauptstadt ist bestens ausgestattet. Angesiedelt ist es neben dem Hauptquartier der Association Jeunes Science de Tunisie (AJST) im nördlichen Stadtteil Cité El Khadra. Die Association betreibt das Fablab mit Unterstützung der Orange Fondation, die zum französischen Telekommunikationsanbieter Orange gehört.

Einen Monat nach der Eröffnung kommen bereits bis zu 50 Schüler und Studierende pro Woche. Gegen eine monatliche Gebühr von umgerechnet 2,50 Euro können sie die Geräte frei nutzen. Unterstützt werden sie von Freiwilligen der Association. Ab dem kommenden Jahr sind Workshops mit Schulen und Universitäten geplant. Auch ein mobiler Fablab-Bus steht auf der Wunschliste, um über die Stadt hinaus Jugendliche zu erreichen.

Die Association Jeunes Science de Tunisie wurde 1974 gegründet und organisiert naturwissenschaftliche Camps, Exkursionen und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Themen Elektronik und Robotik, Informatik, Chemie und Energie sowie Raumfahrt und Astronomie. So veranstaltete sie im August in vielen tunesischen Städten das Astronomie-Festival "Nacht der Sterne".

Fablab Solidaire Tunis (9 Bilder)

Der Konferenzraum erinnert an die lange Geschichte der Association Jeunes Science de Tunisie.

Neben dem Fablab Solidaire gibt es in Tunis noch einen unabhängigen Makerspace El Fablab und die eher künstlerische Plattform El Fabrika. Ebenfalls im November eröffnete die Orange Fondation außerdem ein Fablab Solidaire in Madagaskar. (hch)