c't Digitale Fotografie: Motive entdecken, Fotos wie Gemälde

An alltäglichen Motive gehen Fotografen meist achtlos vorbei. Wir zeigen, wie Sie mit einer neuen Sichtweise weiterkommen. Und wenn ein Kunstmaler den Pinsel gegen die Kamera tauscht, entsteht Altmeisteriliches: Mehr gibt's in unseren Workshops.

vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen
c't Digitale Fotografie 1/2016
Lesezeit: 4 Min.
Inhaltsverzeichnis

Auch eine bewusste Unschärfe entsteht nicht von alleine. Das Verreißen der Kamera während der Aufnahme erfordert Übung und produziert am Anfang viel Ausschuss.

(Bild: Torsten Andreas Hoffmann)

Viele Fotografen gehen mit vorgefassten Ideen durch die Welt und schließen damit zahlreiche Fotomotive vorab aus. Mit dem Versuch, die bekannte Welt abstrakter wahrzunehmen, löst man sich Stück für Stück vom Gegenständlichen und entdeckt viele Motive neu. Diese Methode ist zudem nicht auf ein bestimmtes Sujet beschränkt, sondern eignet sich für Architektur-, Natur- oder Streetfotografie.Torsten Andreas Hoffmann zeigt in c't Fotografie 1/16, wie sich auch in den banalsten Dingen vor der eigenen Haustür spannende Fotos realisieren lassen.

Der Profifotograf und gleichzeitig gelernte Kunstmaler Eduard Peter tauscht in seinem Workshop den Pinsel gegen die Kamera und fotografiert Stillleben im Stil der alten Meister. Gerade Fotografen ohne das feinmotorische Geschick im Umgang mit dem Pinsel erhalten in diesem Artikel die nötigen Tipps, die Möglichkeiten der digitalen Technik gegenüber von Farbe und Leinwand zu nutzen. Bilder wie gemalt zu inszenieren ist einer der aktuellen Trends in der Fotografie.

Bis die malerische Stimmung in der Aufnahme zu sehen ist, können bisweilen Tage vergehen.

(Bild: Eduard Peter)

Eduard Peter fängt mit der Auswahl und der Anordnung der Objekte an: Wer etwas völlig Neues schaffen möchte, kann beim akribischen Abstimmen bis zur fertigen Komposition leicht einige Tage zubringen. Die kleinen Details machen hier häufig den Unterschied. Überraschenderweise ist nicht viel Fotoequipment zur Lichtführung nötig. Den letzten Schliff bekommen die Fotos dann in der Nachbearbeitung. Mit unserem Artikel und einem Video-Training auf der Heft-DVD fallen die ersten Schritte leicht.

Dank beweglichem Sensor gelingen mit einigen Pentax-Kameras Sternenbilder ohne teure Zusatztechnik.

Wer mit handelsüblichen Kameras einfach so den Sternenhimmel fotografiert, erzeugt entweder zu dunkle Bilder oder Sternenstreifen durch die Erdbewegung, denn man muss die Kamera schon bei einer Belichtungsdauer von wenigen Sekunden nachführen. Traditionell übernimmt diese Aufgabe eine teure parallaktische Montierung, welche Kamera und Objektiv bewegt. Die Astrotracer-Funktion von Pentax ist deutlich schlanker und erheblich günstiger, hier folgt nur der Bildsensor den Sternenbahnen. Gesteuert wird per Firmware, die Positionsdaten liefert ein GPS-Modul. Wir haben getestet, ob das für schöne Sternenfotos reicht.

Gamma ist für viele Fotografen nach wie vor ein Mysterium. Man weiß meist nur, dass es 2,2 sein sollte, oder dass früher auf dem Mac auch 1,8 üblich war. Was hinter diesen scheinbar simplen Angaben steckt, offenbart sich bei näherem Hinsehen als überraschend komplex. Wir klären, wo und wann der Gammawert wichtig ist, welche Vorteile sich aus speziellen Einstellungen ziehen lassen und welchen Anteil die Gamma-Einstellungen an einigen mysteriösen Effekten in Photoshop haben.

Eine selbst gehostete Fotogalerie hat auch in Zeiten allgegenwärtiger Cloud-Dienste noch ihre Berechtigung: Bei Piwigo hat der Fotograf die komplette Kontrolle über seine Bilder, damit können Flickr & Co nicht dienen.

Wohl bei den meisten von uns hinterlassen Sakralbauten – unabhängig von der persönlichen Einstellung zur Religion – tiefe und bleibende Wirkungen. Das Zusammentreffen solch starker Eindrücke und Empfindungen bietet beste Voraussetzungen für ausdrucksstarke Fotografien, die über den Augenblick hinausreichen und Botschaften vermitteln. c't Fotografie zeigt, wie sich Sakralbauten möglichst stimmig fotografieren lassen und was der Fotograf benötigt, um Kirchen optimal abzulichten.

Die komplette Inhaltsübersicht der c't Fotografie 1/2016, den Inhalt der Heft-DVD, Vorschaubilder und das Editorial finden Sie im heise Shop. Die Ausgabe können Sie ab sofort für 9,90 Euro am Kiosk kaufen und auch weiterhin in unserem Shop bestellen. (tho)