Tk-Anlage mit Gedächtnisschwund
Wenn Ihre alte ISDN-Telefonanlage plötzlich unter Erinnerungslücken leidet und trotz Neukonfiguration ständig die MSN-Nummern vergißt, ist möglicherweise der eingebaute NVRAM-Akku unbrauchbar geworden.
- Dietrich Beitzke
Wenn Ihre alte ISDN-Telefonanlage plötzlich unter Erinnerungslücken leidet und trotz Neukonfiguration ständig die MSN-Nummern vergißt, ist möglicherweise der eingebaute NVRAM-Akku unbrauchbar geworden. Unter Umständen kann man dann überhaupt nicht mehr telefonieren, oder die Anlage `spinnt´ und betätigt unmotiviert die Relais der Nebenstellen, mitunter mitten im Gespräch. Der Austausch des Akkus ist im folgenden exemplarisch für eine Peacock-Anlage beschrieben, gilt aber prinzipiell auch für andere Fabrikate.
Das Gerät vom Netz und der Telefonverkabelung trennen und den Metalldeckel lösen (4 Schrauben). Der Übeltäter ist der abgebildete kleine blaue Akku auf der Platine, der über den Widerstand R37 mit 5 mA gepuffert wird. PC-Besitzer kennen das Problem von älteren Mainboards. Neue Akkus liegen mit ihrer Leerlaufspannung bei 3,6 bis 3,8 V. Die Peacock-Anlage streikt bei Spannungen unter 3 V.
Liegt die Spannung ohne Netzstecker unter 3 V, mĂĽssen Sie den Akku tauschen. Steigt die Spannung mit Pufferung ĂĽber Netz (Achtung an den 230-Volt-AnschlĂĽssen!) ĂĽber 4 V, ist der Akku taub und hochohmig geworden. Dieser Fall wird nicht ohne Pufferspannung erkannt, weil solche Akkus oft ihre 3,5 V halten.
Zum Auslöten muß die Platine abgeschraubt werden. Die Daten des Ersatz-Akkus sind nicht kritisch; ein nicht zu großer, ansonsten aber beliebiger 3,6-V-Typ tut es auf jeden Fall (Polung beachten). Abschließend den neuen Akku mit etwas Heißkleber fixieren.
Deutlich länger als ein Akku hält eine Lithium-Batterie, die allerdings nicht gepuffert werden darf, da sie sonst explodiert. Bei Einsatz einer solchen Batterie ist der Lade-Vorwiderstand R37 (einseitig) abzulöten. (dz)