CastAR: Geld zurück für Unterstützer der Augmented-Reality-Brille
2013 wurde CastAR über Kickstarter erfolgreich finanziert. Die Auslieferung der Hardware will Hersteller Technical Illusions nun jedoch verschieben. Die etwa 3000 Unterstützer sollen insgesamt rund eine Million US-Dollar erstattet bekommen.
CastAR konnte unter anderem bereits auf der Maker Faire New York im Herbst 2013 ausprobiert werden.
(Bild: Technical Illusions)
Das Unternehmen Technical Illusions will zahlreichen Kickstarter-Unterstützern der Augmented-Reality-Brille CastAR ihr Geld zurückzahlen. Unterstützer, die für ihren Beitrag eine Vorabversion der Brille in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhalten sollten, müssen sich nun bis 2017 gedulden und sollen dann die marktreife Variante der Brille erhalten. Wer bisher noch keine Hardware erhalten hat, soll zudem sein Geld zurückbekommen, teilte das Unternehmen mit.
Warten auf CastAR
Vor zwei Jahren hatten die beiden ehemaligen Valve-Mitarbeiter Jeri Ellsworth und Rick Johnson über eine Million US-Dollar über die Crowd-Funding-Plattform Kickstarter für ihre Projektoren-Brille castAR eingesammelt. Auf die Auslieferung ihres CastAR-Pakets warten die fast 4000 Unterstützer jedoch seit Herbst 2014 vergeblich. Für sie soll es nun eine Entschädigung geben.
Neben der Rückzahlung ihrer Spendensumme sollen die Kickstarter-Unterstützer 2017 zudem kostenlos das CastAR-Komplettpaket bekommen, wie es auch in den Handel kommen soll. Enthalten sind neben der Projektoren-Brille auch der Magic-Wand-Controller und ein Spielbrett. Vorbesteller müssen laut den Entwicklern so nur die Versandkosten und eventuell anfallende Steuern zahlen. Für eine Rückerstattung sind jedoch nur die Unterstützer berechtigt, die 2013 über Kickstarter eine der Brillen vorbestellt haben. Kleinere Spendensummen werden nicht zurückgezahlt. Wer die Brille über die castAR-Website und nicht über Kickstarter vorbestellt hat, profitiert nicht von der Aktion.
Unterstützung von Playground Global
CastAR besteht aus einer herkömmlichen 3D-Shutter-Brille. Über den Brillengläsern sind zwei kleine Projektoren angebracht. Mit einer Auflösung von je 1280 × 720 Pixeln projizieren sie virtuelle Objekte dreidimensional auf ein spezielles Spielfeld. Per Infrarot-Sensor erkennt CastAR die Blickrichtung des Benutzers und passt das projizierte Bild so stets an dessen Sichtfeld an. Spielfiguren können mit dem Magic Wand getauften Stab-Controller kontrolliert werden. Der Preis der Endverbraucher-Version inklusive Controller und Spielfeld steht bislang noch nicht fest. Über Kickstarter konnte das Starter-Pack 2013 für 189 US-Dollar vorbestellt werden. Das Komplett-Paket war für 355 US-Dollar erhältlich.
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Leisten kann sich CastAR die Rückzahlungsaktion in Höhe von bis zu einer Million US-Dollar allem Anschein nach. Das Unternehmen konnte in der letzten Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar von Playground Global einfahren, einem Investmentfonds von Android-Schöpfer Andy Rubin.
Entwickler, die CastAR vor dem Release der Endverbraucher-Version in den Händen halten wollen, können sich über developers@castar.com für das Developer-Programm bewerben. Entsprechende Prototypen will Technical Illusions im nächsten Jahr ausliefern. (vbr)