Abstrakt sehen lernen

Die Fotografie bildet die Wirklichkeit ab, ist also auf einen Gegenstand bezogen. Aber muss sie deshalb „gegenständlich“ sein? Oder kann sie die Welt auch abstrahieren? Der Fotograf Torsten Andreas Hoffmann zeigt, wie man sich vom Gegenständlichen löst und abstrakten Formen zu einem Eigenleben verhilft.

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Lesezeit: 32 Min.
Von
  • Torsten Andreas Hoffmann
Inhaltsverzeichnis

Die Fotografie hat die naturalistische Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts abgelöst. Die Malerei ist - angefangen mit dem Impressionismus - ihre eigenen Wege gegangen und hat sich immer weiter von einer naturalistischen Sichtweise befreit.

Dagegen hat die Fotografie in ihren Anfängen sämtliche Aufgaben der naturalistischen Weltdarstellung übernommen. Aber auch sie musste sich von dieser eingeschränkten Darstellung der Wirklichkeit wieder befreien. Und so begann schon der russische Fotograf Alexander Rodtschenko um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert oder Laszlo Moholy-Nagy in den 20er Jahren mit seinen berühmten Fotogrammen, die Fotografie aus der Konvention naturalistischer Wirklichkeitsdarstellung herauszuholen. Bis heute sind alle möglichen Spielformen von Abstraktion erarbeitet worden.

Der Begriff „Abstraktion“ bedeutet laut Lexikon „vom Dinglichen gelöst“. Abstrakte Gedanken beginnen also, sich vom Gegenständlichen zu lösen und ein Eigenleben zu entwickeln. Genau das gleiche gilt für Bilder.

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