Speicherfehler per Software erkennen

Kann ich per Software erkennen, ob ein Speichermodul defekt ist oder auĂźerhalb seiner Spezifikationen betrieben wird (beispielsweise falsches PC100-RAM)?

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Kann ich per Software erkennen, ob ein Speichermodul defekt ist oder auĂźerhalb seiner Spezifikationen betrieben wird (beispielsweise falsches PC100-RAM)?

Defekter oder außerhalb der Spezifikationen betriebener Speicher äußert sich nicht unbedingt in einem oder mehreren defekten Bits, die falsche Werte liefern, sondern es kann vorkommen, daß nur bestimmte Zugriffsmuster unter bestimmten Umständen nicht funktionieren. Ein Programm kann natürlich nur eine endliche Kombination von Tests durchführen und findet daher nur ständig defekte Bits oder solche Fehler, dessen Symptome zufällig im Test auftreten.

Dennoch sind die gängigen Testprogramme (BIOS-Routine, himem.sys) ernst zu nehmen: Falls sie einen Fehler melden, ist der Speicher tatsächlich defekt oder wird mit falschen Parametern angesteuert. Ein solches Testprogramm von c't, das auch gleich die Refresh-Stabilität testen kann, finden Sie in einer neuen Version im Archiv `ctramtst.zip´ auf der c't-Systeminfo-Seite (c't-Homepage, Software zum Heft, c't-Systeminfo; http://www.heise.de/ct/ftp/ctsi.shtml).

Unter gewissen Voraussetzungen kann man das SPD-EEPROM (Serial-Presence-Detect-EEPROM) auslesen und anhand der gelieferten Werte feststellen, ob es sich um PC66- oder PC100-RAM handelt - falls der Hersteller die richtigen Werte dort abgespeichert hat (vergleiche c't 18/98, Seite 36, und `ctsmb.zip´ auf derselben Seite). (jow) (jow)