Online-Auktionshaus eBay mit Schnittstelle für Drittanbieter

Das Internet-Auktionshaus eBay will ein API für fremde Dienste anbieten, die Online-Auktionen in ihr Angebot integrieren.

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Das Internet-Auktionshaus eBay will künftig fremde Entwickler besser unterstützen, die Dienste rund um seine Online-Versteigerungen anbieten. Ein spezielles API (Application Programming Interface) soll den Zugriff auf den Auktionsserver von außen erleichtern. Bislang mußten externe Dienste wie Andale, AuctionWatch, Paypal oder GoTo.com ihre Daten per HTML mit eBay austauschen. Bei Umstellungen im eBay-System brach dabei die Verbindung ab und es wurden umständliche Anpassungen notwendig.

Jetzt können die Entwickler Code schreiben, der eine sichere Verbindung zum eBay-Server ermöglicht, erklärte der Direktor des API-Programms Alex Kazim. Seiner Meinung nach profitieren beide Seiten von dem Programm. eBay könne damit neue Märkte erobern, seine Bekanntheit steigern und die Kapazitäten fremder Server nutzen. Die externen Dienste profitieren von den 19 Millionen registrierten eBay-Kunden und dem florierenden Auktionsgeschäft, sagte Kazim. Der Andale-Chef Munjah Shah begrüßte das Programm als gute Idee, von der letztlich die Auktionsteilnehmer profitieren werden.

Mit dem API-Programm ändert eBay seine Haltung gegenüber externen Diensten. So hatte man den Auktionssammler Bidder's Edge verklagt, der eBay-Auktionen zusammen mit anderen von Amazon und Yahoo! auf der eigenen Website anbot. Bidder's Edge reagierte mit einer Antitrust-Klage gegen eBay; beide Verfahren sind noch anhängig.

Das API-Programm wurde einer Auswahl von 25 Partnern angeboten, die für die Teilnahme eine Gebühr unbekannter Höhe bezahlen sollen. Andere Unternehmen arbeiten weiterhin an eigenen Lösungen, wie etwa der Hersteller von Baseball-Sammelkarten Topps, der den Handel mit den Bildchen über eBay organisieren will. (ad)