Bundesrechnungshof nimmt sich die Expo vor

Das 2,4-Milliarden-Mark-Desaster der Expo-Gesellschaft wird zum Thema fĂĽr den Bundesrechnungshof.

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  • dpa

Das 2,4-Milliarden-Mark-Desaster der Expo-Gesellschaft wird zum Thema für den Bundesrechnungshof. Es gebe zwar noch keinen Beschluss des zuständigen Bundestagsausschusses, eine solche Prüfung der Weltausstellung zu beantragen, jedoch sei sie vom Rechnungshof ohnehin vorgesehen, sagte die Präsidentin der Behörde, Hedda von Wedel, am Mittwoch in Bonn.

Expo-Sprecher Andreas Lampersbach sagte in Hannover: "Wir begrĂĽĂźen es sehr, dass eine objektive Instanz unsere BĂĽcher prĂĽfen will. Wir werden alles offen legen, was gewĂĽnscht wird." Bereits im Vorfeld der Veranstaltung in Hannover habe die Expo-Gesellschaft sowohl mit dem Landes-, aber auch mit dem Bundesrechnungshof zusammen gearbeitet.

Präsidentin von Wedel sagte, mit raschen Ergebnissen sei aber nicht zu rechnen. Denn es müsse eine umfassende Prüfung sein, bei der auch die Folgekosten und Nachnutzung der Ende Oktober zu Ende gehenden Weltausstellung einbezogen würden.

Die Grünen und auch die FDP im Bundestag hatten angesichts des erwarteten Defizits in Höhe von bis zu 2,4 Milliarden Mark bereits eine solche Prüfung der obersten Finanzkontrolleure gefordert. Die Expo-Gesellschaft hatte zuvor zugegeben, dass sie mit einem Verlust in dieser Höhe rechne. Um eine drohende Pleite abzuwenden, hatten der Bund und das Land Niedersachsen daraufhin in einer Blitzaktion 860 Millionen Mark zur Verfügung gestellt.(dpa)/ (cp)