Apple-Drucker am PC
Wir haben hier noch einige alte Personal LaserWriter von Apple herumstehen, die wir nun an Windows-PCs betreiben möchten. Worauf müssen wir achten?
- Björn Hansen
Wir haben hier noch einige alte Personal LaserWriter von Apple herumstehen, die wir nun an Windows-PCs betreiben möchten. Worauf müssen wir achten?
Zunächst auf die richtige Beschreibungssprache: QuickDraw-Drucker kann man nicht von Windows aus ansprechen, damit scheiden schon mal die Modelle LaserWriter II SC und Select 300, Personal LaserWriter LS, SC, 300, StyleWriter I, II, 1200, 1500, 2200, 2400, 2500, 4100, 4500 sowie Color StyleWriter Pro aus. Wenig Probleme bereitet hingegen PostScript oder eine Emulation etwa des HP-PCL-Standards. Der Personal LaserWriter 320 und der LaserWriter 4/600 beherrschen zwar PostScript, benötigen aber eine AppleTalk-Verbindung, die man vom PC aus nur mit Hilfe einer LocalTalk-Karte oder mit einer Kombination aus einer Ethernet-LocalTalk-Bridge (zum Beispiel iPrint von Farallon oder AsantePrint von Asante) und einem AppleTalk-Stack (CopsTalk von Thursby Software oder PC MacLAN for Windows von Miramar) herstellen kann. Das haben wir allerdings noch nicht ausprobiert.
Des Weiteren spielt natürlich der Anschluss eine wichtige Rolle. Apple-Drucker besitzen in der Regel eine serielle und/oder eine LocalTalk- plus eventuell noch eine Ethernet-Schnittstelle. Unseres Wissens gibt es nur einen Drucker von Apple mit PC-typischem Parallelport, den StyleWriter 6500, doch den kann man laut Apple nur mit einem Epson-LQ-Treiber von Windows aus ansprechen. Für die serielle Schnittstelle benötigen Sie ein Nullmodemkabel (mit gekreuzten Leitungen), üblicherweise von 9-polig DSUB (weiblich) auf 25-polig DSUB (männlich). Ein normales Modemkabel können Sie mit einem so genannten Null-Modem-Adapter für etwa 10 Mark ‘umdrehen’ (zum Beispiel bei Reichelt Elektronik, Sande, erhältlich). Den Schalter neben der 25-poligen RS-232-Schnittstelle auf der Druckerrückseite sollten Sie auf den Modus ‘6’ schalten (9600 Bit/s, Keine Parität, 8 Datenbits, 1 Stopp-Bit, XON/XOFF, PostScript-Binärmodus).
Drittens brauchen Sie einen geeigneten Treiber. Zum Lieferumfang von Windows gehören bereits eine Hand voll für die gängigsten Modelle. Ob Sie allerdings auch einen anderen verwenden können, wenn es ausgerechnet zu Ihrem Apple-Drucker keinen Windows-Treiber gibt, können wir nicht sagen - das müssten Sie ausprobieren. Wir haben jedenfalls einen alten Personal LaserWriter NT mit diesen Voraussetzungen anstandslos ‘recyceln’ können. (se) (ha)