W3C schlägt Social-Media-Standards vor

Das World Wide Web Consortium hat mit Webmention und Social Web Protocols zwei Vorschläge für mögliche neue Webstandards im Social-Media-Bereich öffentlich gemacht.

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Webmention und Social Web Protocols: zwei neue First Public Working Drafts des W3C
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Kersten Auel

Als Aufforderung an die Community, zwei neue Vorschläge für eventuelle Webstandards einer kritischen Prüfung zu unterziehen, hat das World Wide Web Consortium (W3C) Webmention und Social Web Protocols als First Public Working Drafts veröffentlicht.

Webautoren können über Webmention andere Webautoren benachrichtigen, wenn sie deren Site verlinken. Die wiederum haben so Gelegenheit, den auf ihren eigenen URL bezogenen Inhalt auf ihrer Website einzubinden, wenn sie geprüft haben, dass es sich um eine gültige Webadresse handelt.

Bei den Social Web Protocols handelt es sich um mehrere Standards, die verschiedene Aspekte dezentraler sozialer Interaktionen im Web betreffen. Dazu zählen die Art und Weise, wie Personen miteinander Verbindung aufnehmen und den Inhalt einer Website abonnieren, wie sie Inhalte für soziale Netze anlegen, aktualisieren und löschen. Wie jemand mit dem Inhalt einer anderen Person interagiert, soll ebenso standardisiert werden, wie die Art der Benachrichtigung, die an einen Webautor ergeht, wenn eine solche Interaktion stattfindet.

Als Basis für die Social Web Protocols sollen das auf dem Datenformat ActivityStreams 2.0 fußende ActivityPump-Netzwerkprotokoll dienen, außerdem die Indieweb-Spezifikation, die sich an alle richtet, die zumindest einen Teil des Inhalts ihrer persönlichen Website mit anderen teilen wollen, sowie die unter dem Namen Solid vorgeschlagenen Konventionen für das Entwickeln von Anwendungen für soziale Netze mit verlinkten Daten. (ka)