Geld sparen durch Modem-Bremse
Mein E-Mail-Programm soll regelmäßig meine elektronische Post abholen. Dazu wählt es sich automatisch über ein analoges Modem bei meinem Provider ein. In der Regel dauert die Aushandlung der V.90-Verbindungsgeschwindigkeit eine halbe Minute, der eigentliche E-Mail-Transfer dagegen meist nur wenige Sekunden. Weil mein Provider sekundengenau abrechnet, kostet mich der Verbindungsaufbau mehr als das Abholen der E-Mail. Kann ich das irgendwie abstellen?
- Björn Hansen
Mein E-Mail-Programm soll regelmäßig meine elektronische Post abholen. Dazu wählt es sich automatisch über ein analoges Modem bei meinem Provider ein. In der Regel dauert die Aushandlung der V.90-Verbindungsgeschwindigkeit eine halbe Minute, der eigentliche E-Mail-Transfer dagegen meist nur wenige Sekunden. Weil mein Provider sekundengenau abrechnet, kostet mich der Verbindungsaufbau mehr als das Abholen der E-Mail. Kann ich das irgendwie abstellen?
Ja, Sie können den Verbindungsaufbau beschleunigen, indem Sie Ihr Modem zwingen, nur eine bestimmte Verbindungsgeschwindigkeit zuzulassen. Dazu stellen Sie per AT-Befehl die Modulationsart beispielsweise fest auf ‘V.34’ ein. Leider gibt es dafür kein universelles AT-Kommando, Sie müssen es also aus dem Handbuch Ihres Modems heraussuchen. Mit der Modulationsart V.34 beschränken Sie allerdings die Leitungsgeschwindigkeit auf maximal 33 600 Bit pro Sekunde. Um kurz nach der E-Mail zu sehen, ist das ausreichend, sofern keine größeren Attachments abzuholen sind. Beim Surfen bremst die Geschwindigkeitseinbuße jedoch, daher sollten Sie im DFÜ-Netzwerk zwei verschiedene Modems definieren: Unter Windows 9x drücken Sie dazu in der Systemsteuerung unter ‘Modems’ den Knopf ‘Hinzufügen’ und schalten in der Dialogbox die Option ‘Modem wählen’ ein. Aus der dann erscheinenden Liste wählen Sie Ihren Modemtyp aus und installieren ihn wie üblich.
Da nun das Modem zweimal unter demselben Namen eingerichtet ist, sollten Sie einen der beiden Einträge umbenennen. Dazu starten Sie (Startmenü/Ausführen) das Programm ‘Regedit’ und lassen es nach dem Namen Ihres Modems suchen, wie er in der Systemsteuerung auftaucht (Menü Bearbeiten/Suchen). An der ersten Fundstelle klicken Sie doppelt auf den Schlüssel ‘FriendlyName’ und fügen beispielsweise ‘V.34’ an den Modemnamen an.
Richten Sie danach im DFÜ-Netzwerk eine neue Verbindung ein und wählen dabei das gerade umbenannte Modem aus. Anschließend drücken Sie in den Einstellungen dieser Verbindung den Knopf ‘Konfigurieren’ und auf der Karteikarte ‘Einstellungen’ des folgenden Dialogs den Knopf ‘Erweitert’. Unter ‘Weitere Einstellungen’ tragen Sie schließlich den AT-Befehl zur Auswahl der Modulationsart ein. Immer wenn Sie nun diese neue Verbindung aufbauen, benutzt das Modem die eingestellte Modulationsart. (je) (ha)