Pentium-III-Coppermine in älteren Mainboards
Bei praktisch gleichem Preis bieten Intels Pentium-III-Coppermine-Prozessoren mehr Rechenleistung als der Vorgängerchip mit Katmai-Kern. Kann ich meinen vorhandenen PC problemlos mit einer solchen CPU aufrüsten?
Bei praktisch gleichem Preis bieten Intels Pentium-III-Coppermine-Prozessoren mehr Rechenleistung als der Vorgängerchip mit Katmai-Kern. Kann ich meinen vorhandenen PC problemlos mit einer solchen CPU aufrüsten?
Intel produziert die Coppermine-Prozessoren mit kleineren Strukturgrößen im 0,18-Mikrometer-Prozess. Dies führt dazu, dass diese CPUs mit etwa 1,65 Volt eine geringere Betriebsspannung (Kernspannung, VCORE) als die älteren Pentium-III-Prozessoren brauchen. Viele ältere Mainboards können diese Spannung nicht liefern, das Mainboard bootet dann nicht oder beschädigt sogar den Prozessor.
Abhilfe in Form eines Adapters ist bislang nicht auf dem Markt: Ein solcher Adapter müsste hohe Ströme liefern können und wäre daher recht teuer. Eine weitere Hürde ist das Mainboard-BIOS. Erkennt es den Prozessor nicht, weigert es sich oft, zu starten. Außerdem kann es Mikrocode-Updates, die zum stabilen Betrieb einiger Prozessorchargen nötig sind, nicht laden. Bietet der Mainboard-Hersteller ein ‘Coppermine-BIOS’ an, sollte man daher das Update vor dem Austausch des Prozessors durchführen. (ciw) (ciw)