Mannesmann Telecommunications weiter auf Wachstumskurs
Die Telekommunikationssparte von Mannesmann erhöhte im ersten Halbjahr 2000 ihre Umsatz um 138 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Telekommunikationssparte von Mannesmann, das letzte nach der Übernahme durch den britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone noch verbliebene Geschäftssegment des deutschen Traditionskonzerns, hat im ersten Halbjahr 2000 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Milliarden Euro oder 138 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesteigert. Allerdings resultiert der Großteil dieser Steigerung aus der Konsolidierung der italienischen Telekommunikationsunternehmen Omnitel und Infostrada. Ohne Berücksichtigung dieser Gesellschaften betrug der Zuwachs 1,2 Milliarden Euro oder 42 Prozent.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Goodwill-Amortisation, der so genannte EBITDA, betrug 1,8 Milliarden Euro, 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern bleibt allerdings aufgrund hoher Finanzierungskosten vor allem im Zusammenhang mit der Übernahme der britischen Mobilfunkgesellschaft Orange ein Verlust von 456 Millionen Euro. Mannesmanns Ankündigung, Orange zu übernehmen, führte im Winter des letzten Jahres zu dem feindlichen Übernahmeangebot Vodafones an die Mannesmann-Aktionäre.
D2 Mannesmann konnte mit einem Kundenzuwachs von 4,3 Millionen im ersten Halbjahr auf rund 13,8 Millionen Ende Juni 2000 seine Spitzenposition auf dem deutschen Mobilfunkmarkt behaupten. Mit 13,4 Millionen Kunden folgt T-Mobil auf dem zweiten Platz. Abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier der Teilnehmerstatistik liegen E-Plus mit rund fünf Millionen und Viag Interkom mit etwa 1,8 Millionen Kunden Ende Juni 2000. (chr)