Jeder neunte Deutsche betreibt Online-Banking
Sieben Millionen BĂĽrger betreiben Homebanking, gleichwohl gibt es noch starke Sicherheitsbedenken.
Die Anzahl der Bundesbürger, die Bankgeschäfte online tätigen, wächst rasant: Derzeit sind es 7 Millionen oder 11 Prozent der Deutschen über 18; unter den Internetbenutzern steigt der Anteil der Homebanker sogar auf rund 40 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Bundesverbandes deutscher Banken (BDB) in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Wahlen. Rund 2500 Personen wurden dazu telefonisch oder online befragt.
Zwar gab es Ende 1999 über 10 Millionen Online-Konten, gleichwohl ist für Dr. Wolfgang Arnold, den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer des BDB, das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Das Hauptproblem sieht er in den großen Sicherheitsbedenken und Ängsten der Bevölkerung: Immerhin 31 Prozent der Befragten gaben an, sie würden kein Online-Banking betreiben, weil es ihnen zu unsicher sei. Ganz allgemein halten 41 Prozent das Homebanking für "nicht so sicher"; für 18 Prozent ist es "überhaupt nicht sicher". Positive Einschätzung finden sich hingegen bei bereits praktizierenden Online-Bankern, hier hegten 86 Prozent der Befragten keine Sicherheitsbedenken.
Der BDB fordert eindringlich, das Signatur-Gesetz schnellsten zu novellieren und die elektronische Unterschrift der händischen gleichzustellen. Überdies sollte ins Gesetz eine "verlässliche Zurechnungsregelung" aufgenommen werden, die sicherstellt, dass die Urheberschaft einer elektronischen Willenserklärung nicht bestritten werden kann. (ae)