Ein Monitor an zwei Rechnern
In ihren Monitortests schreiben Sie oft von Monitoren mit einem zweiten Videoeingang zum Anschluss an einen zweiten PC. Kann man zwischen beiden PCs im laufenden Betrieb hin- und herschalten, ohne dass die Rechner beziehungsweise der angeschlossene Monitor dabei Schaden nehmen?
In ihren Monitortests schreiben Sie oft von Monitoren mit einem zweiten Videoeingang zum Anschluss an einen zweiten PC. Kann man zwischen beiden PCs im laufenden Betrieb hin- und herschalten, ohne dass die Rechner beziehungsweise der angeschlossene Monitor dabei Schaden nehmen?
Ja, das ist ohne weiteres möglich. Meist ist der erste Videoeingang als Sub-D-Buchse ausgelegt und der zweite eine Ausführung mit fünf BNC-Buchsen (R, G, B, H- und V-Sync). Dem Bildschirm ist es in der Regel egal, über welchen Anschluss er das Videosignal bekommt. Die meisten Monitore erkennen automatisch, an welchem Eingang ein Signal anliegt. Sind zwei Rechner am selben Monitor angeschlossen, muss man die Umschaltung von Hand vornehmen. Dies geschieht entweder mittels eines Tasters beziehungsweise Schiebeschalters an der Front oder über eine Funktion im On-Screen-Menü (OSM). Letzteres ist unpraktischer, da sich der entsprechende Menüpunkt häufig tief in der Menüstruktur versteckt befindet und etliche Bedienschritte erfordern kann.
Beim Anschluss zweier Rechner an einen Bildschirm sollte man jedoch bedenken, dass die Monitorelektronik für jedes Timing (Kombination aus gewählter Auflösung und Bildwiederholfrequenz) nur einen Speicherplatz zur Verfügung stellt. Alle zusätzlichen Bildeinstellungen wie Geometrie, Farbtemperatur oder Farbreinheit speichert das OSM unter diesem einen Timing mit ab. Betreibt man einen Monitor an zwei Rechnern, die dieselbe Auflösung und Bildwiederholfrequenz eingestellt haben, so passen die Monitoreinstellungen nur zu einem Signal optimal; das Bild des anderen Rechners muss man dementsprechend nachjustieren. Umgehen kann man diese Unzulänglichkeit dadurch, dass man auf beiden Rechnern unterschiedliche Timings, also unterschiedliche Auflösung oder Bildwiederholfrequenz, einstellt, damit der Monitor für jedes Signal einen eigenen Speicherplatz belegt.
Ein Nachteil der BNC-Buchsen besteht darin, dass über diese Anschlüsse kein Plug & Play möglich ist. Der Rechner kann die dazu notwendigen Daten nicht aus dem DDC (Display Data Channel) auslesen, da ihm die zusätzlichen Datenleitungen fehlen. Man muss den Monitor also von Hand installieren. Bei neueren Modellen findet man anstelle der BNC-Buchsen auch schon einmal eine zweite Sub-D-Buchse. Damit ist dann auch Plug & Play möglich. (pen) (pen)