Audiodaten von CD werden größer
Wenn ich mir eine CD mit Musikstücken auf die Festplatte kopiere, werden die Daten anscheinend mehr als auf der originalen CD. Jedenfalls passen sie nicht einmal mehr auf einen 80-Minuten-Rohling. Gibt es hierfür eine Erklärung beziehungsweise Abhilfe?
- Dr. Harald Bögeholz
Wenn ich mir eine CD mit Musikstücken auf die Festplatte kopiere, werden die Daten anscheinend mehr als auf der originalen CD. Jedenfalls passen sie nicht einmal mehr auf einen 80-Minuten-Rohling. Gibt es hierfür eine Erklärung beziehungsweise Abhilfe?
Wenn Sie Audio-Tracks von einer CD einlesen (‘grabben’) und die entstandenen Dateien anschließend wieder als Audio-CD schreiben, sollte das problemlos funktionieren. Die Kopie wird allenfalls dann geringfügig länger, wenn Sie die CD im so genannten ‘Track-at-once’-Modus erstellen. Dann schreibt der CD-Writer jeden Track einzeln, wobei er zwischen den Tracks jeweils eine Pause von zwei Sekunden einfügt.
Brennen Sie dagegen die WAV-Dateien auf eine Daten-CD-ROM, so kommt es zu der von Ihnen beobachteten scheinbaren Datenvermehrung. Die Nutzkapazität einer CD-ROM ist nämlich geringer als die einer Audio-CD. Ein Sektor einer Audio-CD fasst gemäß dem Red-Book-Standard 2352 Byte. Das CD-ROM-Format (Yellow Book, Mode 1) nutzt davon nur 2048 Byte für Nutzdaten und verwendet den Rest für eine zusätzliche Ebene der Fehlerkorrektur. Dadurch passen auf einen gewöhnlichen 74-Minuten-Rohling im CD-ROM-Format nur 650 MByte, während 74 Audio-Minuten einer Datenmenge von knapp 750 MByte entsprechen. (bo) (bo)