UnterstĂĽtzen Microsoft und Amazon die Hisbollah?

In den USA sind Microsoft und Amazon in den Verdacht geraten, die Hisbolla ĂĽber ihre Werbeetats zu unterstĂĽtzen.

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In den USA sind Microsoft und Amazon in den Verdacht geraten, die Hisbollah über ihre Werbeetats zu unterstützen. Stein des Anstoßes sind Werbebanner der beiden Unternehmen, die auf der Webseite der Fernsehsenders Al-Manar TV eingeblendet wurden. Der Sender ist der Propaganda-Arm der islamischen Hisbollah, die von der US-Regierung als Terror-Organisation eingestuft wird, weshalb mittlerweile eine offizielle Untersuchung von Behördenseite gestartet wurde.

Microsoft-Sprecher Mark Thomas gab am Montag gegenĂĽber der amerikanischen Presse an, dass das Werbebanner ohne Erlaubnis des Unternehmens verwendet worden sei. Man werde mit den Betreibern der im Libanon gehosteten Seite Kontakt aufnehmen und diese auffordern, das Banner unverzĂĽglich zu entfernen. Dies ist mittlerweile offenbar geschehen: In der englischsprachigen Sektion der Al-Manar-TV-Seite, auf der Microsofts "bCentral"-Banner erschienen war, wird mittlerweile gar nichts mehr eingeblendet.

Anders sieht es bei Amazon aus: Das Banner des Unternehmens war am Dienstagnachmittag noch immer im arabischen Teil der Homepage zu finden. Der Online-Buchhändler verweigerte hierzu jeglichen Kommentar. (nij)