US-Marine will autonomes Patrouillen-Schiff testen

140 Tonnen schwer und rund 40 Meter lang ist das Roboterschiff, das autonom und komplett ohne Besatzung U-Boote aufspüren soll. Ab April beginnt die US-Marine mit Tests.

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US-Marine will autonomes Patrouillen-Schiff testen

(Bild: Darpa)

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Das US-Militär will im April ein autonom fahrendes Schiff auf Jungfernfahrt schicken, das komplett ohne Besatzung auskommen soll. Das auf den sperrigen Namen "Anti-Submarine Warfare Continuous Trail Unmanned Vessel“ (ACTUV) hörende Wasserfahrzeug ist dabei vor allem dafür gedacht, U-Boote aufzuspüren. Insgesamt soll das 40 Meter lange und 140 Tonnen schwere Roboterschiff 18 Monate lang getestet werden, berichtet das National Defense Magazine.

"Stellen sie sich ein unbemanntes Schiff vor, das von selbst allen Seefahrtsregeln folgt“, zitiert der Bericht einen Sprecher der US-Militärforschungsbehörde Darpa, die ACTUV entwickelt hat. Zwar soll eine Fernsteuermöglichkeit gegeben sein – insgesamt soll das Schiff aber mit einem Minimum an menschlicher Kontrolle auf lang dauernde Missionen über große Entfernungen gehen.

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Ein zentraler Punkt der Entwicklung war wohl vor allem die Kostenersparnis, da weder eine Mannschaft gebraucht wird noch die für einen Bordaufenthalt von Menschen nötigen Einrichtungen. Die DARPA schätzt, dass ACTUV pro Tag im Einsatz bis zu 20.000 US-Dollar kosten könne, bei einem vollbesetzten Zerstörer belaufe sich das auf 700.000 US-Dollar pro Tag.

Neben der Jagd nach U-Booten könnten das autonome Schiff auch nach Minen suchen oder Versorgungsmissionen durchführen. Zunächst soll ACTUV im Fluss Columbia River getestet werden, bevor es dann in den Pazifik geht. (axk)