Absturz durch kaputte Festplatte?
Mein PC stürzt in letzter Zeit auf für mich ungewohnte Art ab: Windows 98 friert vollständig ein, sogar der Mauszeiger rührt sich nicht mehr. Und mit Strg-Alt-Entf bekomme ich weder die Taskliste zu sehen noch den Bluescreen für ‘volle Auslastung’. Nur ein Neustart per Reset-Taster bringt das System wieder in Gang. Ich fürchte, meine erst wenige Wochen alte Festplatte ist defekt, denn vor jedem Systemstillstand ertönt aus Richtung der Harddisk ein leises ‘Klonk’.
- Detlef Grell
Mein PC stürzt in letzter Zeit auf für mich ungewohnte Art ab: Windows 98 friert vollständig ein, sogar der Mauszeiger rührt sich nicht mehr. Und mit Strg-Alt-Entf bekomme ich weder die Taskliste zu sehen noch den Bluescreen für ‘volle Auslastung’. Nur ein Neustart per Reset-Taster bringt das System wieder in Gang. Ich fürchte, meine erst wenige Wochen alte Festplatte ist defekt, denn vor jedem Systemstillstand ertönt aus Richtung der Harddisk ein leises ‘Klonk’.
Die Symptome in Verbindung mit dem beschriebenen Festplattengeräusch deuten darauf hin, dass die Harddisk ihr ‘Notparkprogramm’ aktiviert. Das geschieht etwa, wenn eine der beiden Versorgungsspannungen (+5 oder +12 V) auch nur kurzzeitig vom Nennwert abweicht. Die Plattenelektronik fährt dann die Schreib-Lese-Köpfe in die Parkposition, um den berüchtigten Headcrash zu vermeiden, bei dem die Köpfe hart auf den Scheiben landen und diese oder sich selbst zerstören. Auch ihre Interface-Elektronik verharrt dann in Reglosigkeit, was den Systemstillstand hervorruft.
Ein Defekt an der Platte selbst ist natürlich nicht auszuschließen, als erstes steht aber der 4-polige Spannungsversorgungsstecker unter Verdacht. Die Kontakte dieser Stecker leiern einerseits schnell aus, zum anderen oxidieren einige Exemplare sehr stark. In letzterem Fall erkennt man innerhalb der Kontaktröhrchen einen schwarzen Belag, den man beispielsweise mit einem Uhrmacherschraubenzieher, noch besser mit einem Glasfaserpinsel (ein Tusche-Radierwerkzeug aus dem Schreibwarenladen) entfernen kann. Im anderen Fall benötigt man eine sehr spitze Zange, um die (an einer Seite offenen) Kontaktröhrchen etwas zusammenzubiegen. Führt das nicht weiter (sicherheitshalber sollte man noch einen anderen Netzteilstecker ausprobieren), so könnte das Netzteil überlastet sein oder kurz vor einem dauerhaften Defekt stehen. Ersteres wäre sehr wahrscheinlich, wenn Sie kurz zuvor Hardware nachgerüstet haben (zusätzliche Platte, neue Hochleistungsgrafikkarte). In beiden Fällen sollte dann ein neues, möglichst kräftigeres Netzteil Abhilfe schaffen. (gr) (gr)