Athlon XP in alten Boards

Laut Information des Mainboard-Herstellers soll mein älteres Sockel-A-Board den neuen AMD Athlon XP unterstützen, doch nach dem Einbau des neuen Prozessors bootet es nicht oder läuft instabil. Was kann ich tun?

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Laut Information des Mainboard-Herstellers soll mein älteres Sockel-A-Board den neuen AMD Athlon XP unterstützen, doch nach dem Einbau des neuen Prozessors bootet es nicht oder läuft instabil. Was kann ich tun?

Auf vielen Mainboards laufen ältere BIOS-Versionen, mit denen der Athlon XP nicht bootet oder so schlecht funktioniert, dass er kein BIOS-Update durchführen kann. Man sollte also vor dem Einbau des XP eine aktuelle BIOS-Version einspielen, die den neuen Prozessor explizit unterstützt - zu erkennen an der Meldung ‘AMD Athlon XP xxxx+’ beim Booten. AMD pflegt eine Liste der für den Athlon XP empfohlenen Boards.

Einige Mainboards können die beim XP geänderten Anforderungen an die Stromversorgung nur knapp erfüllen, bieten aber keinen Freiraum für Übertaktungsversuche. Also sollte der Frontside-Bustakt auf 133 MHz stehen - einige Boards starten mit dem Athlon XP schon bei 135 MHz FSB-Takt nicht mehr. Die Kernspannung sollte bei 1,75, die I/O-Spannung für Chipsatz und Speicher (manchmal VDRAM oder ähnlich genannt) bei 3,3 Volt (2,5 Volt beim Einsatz von Double-Data-Rate-SDRAM) stehen - oder man überlässt dem Mainboard das Einstellen der Spannungen und wählt ‘auto’ oder ‘default’ aus. Sollte das Board dann nicht stabil laufen, kann man versuchen, die beiden Spannungen leicht zu erhöhen, also den Prozessor mit 1,8 Volt und den Chipsatz/Speicher mit 3,4 oder 3,5 Volt (2,6 V bei DDR-Modulen) zu betreiben. Letzteres ist bei einigen fehlerhaften Exemplaren des VIA KT133A sogar notwendig (siehe c't 13/01, S. 31). Mainboards mit dem VIA KT133 eignen sich nicht für den Athlon XP.

In einigen Fällen mag auch das Netzteil zu schwach für den neuen Prozessor sein. Ratsam sind Exemplare, die auf der 5-Volt-Leitung mindestens 30 Ampere und auf der 3,3-Volt-Leitung 20, beim Einsatz von modernen AGP-Grafikkarten mit 3D-Beschleunigung ebenfalls 30 Ampere oder mehr liefern können. (jow) (jow)