3D-Druck fertigt intelligente Körperschienen

Mithilfe von 3D-Drucktechnologie wollen australische Wissenschaftler die Arbeit von Physiotherapeuten unterstützen.

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Von
  • Marcel Grzanna

Ein Forscherteam der Curtin-Universität in Perth entwickelte Stützschienen mit eingebauten Sensoren, die Winkel und Geschwindigkeit von Bewegungsabläufen menschlicher Gliedmaßen messen können. So helfen die Geräte, die Bewegungen der Patienten genau zu analysieren, um dadurch den Einsatz von Muskeln und Gelenken bei Übungen zu optimieren.

Die betroffenen Gliedmaßen werden zunächst dreidimensional gescannt. Anschließend werden passgenaue Schienen oder Stützbänder mit 3D-Technik ausgedruckt und dort dann die Sensoren eingesetzt. Nicht nur Unfallpatienten sollen von der Methode profitieren, auch Nervenkrankheiten, die die Beweglichkeit einschränken, können damit behandelt werden, so der Chef des Teams, Iain Murray.

Die mit den Sensoren bestückten Schienen liefern fortwährend Daten, solange der Patient sie trägt. Den Entwicklern zufolge kostet das System nur wenige Hundert australische Dollar, was die Chancen für den Einsatz erhöht.

Die Elektroingenieure und Computerspezialisten haben zuvor andere Hilfsgeräte mit Sensortechnik optimiert: zum Beispiel einen Blindenstock, der seinen Nutzer mehr Hindernisse in seiner Umgebung wahrnehmen lässt. (bsc)