Auch I:FAO verbreitete falsche Pflichtmitteilungen
Am Neuen Markt der Frankfurter Börse hat erneut ein Unternehmen Anleger falsch informiert.
Am Neuen Markt der Frankfurter Börse hat erneut ein Unternehmen Anleger falsch informiert. Der Frankfurter Software-Spezialist für die Reisebranche I:FAO räumte am Mittwoch ein, bei seiner jüngsten Pflichtmitteilung zum dritten Quartal 2000 unrichtige Informationen verbreitet zu haben.
In der Ad-hoc-Mitteilung für das dritte Geschäftsquartal in der letzten Woche hatte es geheißen, das Ergebnis je Aktie habe sich von einem Verlust von 36 Cent auf einen Gewinn von 1,6 Euro verbessert. Die Papiere der I:FAO AG waren darauf von ihrem Jahrestief von rund 14,70 Euro um fast 30 Prozent in die Höhe geschossen, ehe sie wieder auf Talfahrt gingen.
"Es ist eigentlich eine Katastrophe, wir wollten unsere Anleger nicht in die Irre führen", sagte die Chefin der Finanzkommunikation, Andrea Petri, gegenüber dpa. Gemeint waren in der Pflichtmitteilung die Resultate für die gesamten ersten neun Monate dieses Jahres, erklärte Vorstandschef Louis Arnitz der Zeitschrift Die Telebörse. Der ausgewiesene Gewinn je Aktie geht zudem nur auf einen außerordentlichen Ertrag von rund 15 Millionen Euro aus dem Verkauf der Tochter Trip.com im Sommer zurück. Beim Betriebsergebnis stehe für die ersten drei Quartale 2000 dagegen ein "vorläufiger Verlust von rund fünf Millionen Euro" zu Buche, sagte Petri. (bb)