US-Telekomkonzern Sprint mit mäßigem Quartalsergebnis

Der US-Telekomkonzern Sprint legte eine Bilanz vor, die sich im Rahmen der kürzlich nach unten korrigierten Erwartungen bewegt.

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Von
  • Christian Rabanus

Das Ergebnis des dritten Geschäftsquartals 2000 des US-Telekommunikationskonzerns Sprint, der immer wieder als Übernahmekandidat für die Deutschen Telekom gehandelt wurde, ist insgesamt enttäuschend. Allerdings überraschten die Zahlen des Unternehmens nicht mehr: Erst im September dämpfte Sprint die Hoffnung auf die ursprünglich prognostizierten Gewinne und legte nach unten korrigierte Erwartungen vor. In deren Rahmen bewegt sich die jetzt veröffentliche Bilanz.

Die Festnetzgesellschaft von Sprint, die Sprint Fon Group, steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal leicht von 4,3 Milliarden US-Dollar auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig konnte der Gewinn von 361 Millionen US-Dollar auf 385 Millionen US-Dollar gesteigert werden (44 Cent pro Aktie). Die reinen Gewinne aus dem operativen Geschäft (47 Cent pro Aktie) gingen allerdings von 48 Cent pro Aktie im dritten Geschäftsquartal 1999 über das Jahr um einen Cent nach unten.

Ein ordentliches Wachstum konnte die Mobilfunkgruppe von Sprint, die Sprint PCS Group, vorweisen. Der Umsatz verdoppelte sich über das Jahr nahezu von 844 Millionen US-Dollar auf 1,67 Milliarden US-Dollar, der Verlust ging von 619 Millionen US-Dollar auf 394 Millionen US-Dollar oder 41 Cent pro Aktie zurück. Mit insgesamt rund neuen Millionen Mobilfunkkunden ist Sprint PCS nach eigener Einschätzung die Nummer vier auf dem US-Mobilfunkmarkt.

Besonderen Auftrieb wird der Geschäftsbericht den Kursen von Sprint sicherlich nicht geben. Die Aktie von Sprint Fon ist seit Mitte Juni, als sie über 60 US-Dollar kostete, um mehr als die Hälfte gefallen und schloss gestern nach einem Verlust von 0,63 US-Dollar bei 23,19 US-Dollar. Das Wertpapier von Sprint PCS, einer so genannte Tracking-Aktie, hat eine ähnlich Entwicklung hinter sich: Mitte Juni kam sie ebenfalls auf über 60 US-Dollar und kostete bei Börsenschluss gestern nach einem Tagesverlust von 0,94 US-Dollar noch 30,81 US-Dollar. (chr)