Windows-XP-Platzprobleme
Windows XP macht sich auf meinem Rechner arg breit. Bei der Suche, was auf der Festplatte so viel Platz benötigt, bin ich über zwei Dateien gestolpert: hiberfil.sys und pagefile.sys, die zusammen 1,3 GByte belegen. Wozu sind die Dateien gut, kann ich sie womöglich einfach löschen?
Windows XP macht sich auf meinem Rechner arg breit. Bei der Suche, was auf der Festplatte so viel Platz benötigt, bin ich über zwei Dateien gestolpert: hiberfil.sys und pagefile.sys, die zusammen 1,3 GByte belegen. Wozu sind die Dateien gut, kann ich sie womöglich einfach löschen?
Die Dateien sollten Sie keinesfalls unbedacht entfernen: hiberfil.sys braucht Windows XP (und auch 2000), um darin die Speicherinhalte zu sichern, wenn Sie das System in den Ruhezustand versetzen. Diese Datei muss zwangsläufig auf dem System- respektive Installationslaufwerk liegen, lässt sich also nicht auf eine andere Partition verschieben. Ihre Größe entspricht der aktuellen Hauptspeichermenge. Wenn Sie den Ruhezustand nicht brauchen, können Sie die Datei loswerden, indem Sie den Ruhezustand deaktivieren. Die entsprechenden Einstelloptionen finden Sie unter den Energieoptionen in der Systemsteuerung auf der Dialogseite ‘Ruhezustand’.
Die Datei Pagefile.sys dient Windows dazu, Hauptspeicherinhalte auf die Festplatte auszulagern. Sie lässt sich über die Eigenschaften von Arbeitsplatz (Rechtsklick auf das Arbeitsplatzsymbol) auf eine andere Partition verschieben. Klicken Sie auf der Dialogseite ‘Erweitert’ unter ‘Systemleistung’ auf die Schaltfläche ‘Erweitert’. Im darauf erscheinenden Dialog finden Sie auf der Seite ‘Erweitert’ wiederum eine Schaltfläche ‘Ändern’ für die Einstellungen des virtuellen Arbeitsspeichers. Windows verwaltet mehrere dieser Dateien auf verschiedenen Partitionen und optimiert laut Microsoft die Zugriffe. Im Hinblick auf die Performance ist es empfehlenswert, eine solche Datei auf einer anderen als der Systemplatte unterzubringen, laut Microsoft soll sogar schon eine andere Partition auf der gleichen Platte vorteilhaft sein.
Wenn auf dem Systemlaufwerk keine Auslagerungsdatei liegt, gibt es allerdings eine kleine Einschränkung: Windows XP oder 2000 sichern bei einem Systemabsturz (im Volksmund ‘Blue Screen’) ein Speicherabbild zur Fehlerdiagnose. Ohne Auslagerungsdatei klappt das unter Umständen nicht. Je nachdem, welche Art von Speicherabbild eingestellt ist (voll oder klein), sollten Sie eine entsprechend große Auslagerungsdatei auch auf dem Systemlaufwerk vorsehen. Wenn Sie allerdings ohnehin nicht vorhaben, das Speicherabbild zur Diagnose an Microsoft zu schicken, können Sie darauf auch verzichten. (ps) (ps)