SchĂĽler halten wenig von Computer-Kenntnissen ihrer Lehrer

Mehr als die Hälfte von 1000 befragten Schülern gaben an, ihre Lehrer hätten erhebliche Schwierigkeiten, mit technischen Geräten umzugehen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die Schüler in Deutschland halten wenig von den Computer-Fachkenntnissen ihrer Lehrer. Das berichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IWD) in Köln in der neuesten Ausgabe seines Informationsdienstes, der am morgigen Donnerstag erscheint, unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Demoskopen hatten im Sommer 2000 eine Umfrage unter 1000 Schülern und 350 Lehrern durchgeführt. Mehr als die Hälfte der befragten Schüler gaben an, ihre Lehrer hätten erhebliche Schwierigkeiten, mit technischen Geräten umzugehen. Nur 28 Prozent beobachten einen souveränen Umgang der Lehrer mit den Errungenschaften des Kommunikationszeitalters. Anders sehen das die Lehrer selbst: Rund die Hälfte bekundet, regelmäßig online zu gehen. Weitere 14 Prozent wollen dies demnächst tun.

Bei der generellen Beurteilung des Technikunterrichts sind die Schüler geteilter Meinung. 43 Prozent finden, dass der Unterricht technische Themen nicht ausreichend abdecke. Andererseits sind fast ebenso viele (42 Prozent) der Meinung, neue technologische Entwicklungen würden in ausreichendem Maße angesprochen. Weitere acht Prozent bescheinigen ihrer Schule sogar, dass sie sich sehr stark mit der modernen Welt der Technik auseinandersetze. Eine Befragung der Lehrer erbrachte ungefähr die gleichen Werte.

Bei der PC-Ausstattung der Schulen sehen SchĂĽler wie Lehrer allerdings einen dringenden Nachholbedarf. Fast 70 Prozent halten den Zustand fĂĽr unzureichend. Rund fĂĽnf Prozent beklagen sogar, dass es in in ihrer Schule gar keine Computer gebe. Am besten ist die Ausstattung an Gymnasien, wo immerhin 36 Prozent der SchĂĽler angeben, genĂĽgend Computer zur VerfĂĽgung zu haben. (wst)