PC-Schlafstörung

Nach dem Herunterfahren von Windows bootet mein Rechner jedes Mal wieder neu. Auch der Windows-Standby-Zustand lässt sich nicht nutzen, weil der Computer sofort wieder aufwacht.

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Nach dem Herunterfahren von Windows bootet mein Rechner jedes Mal wieder neu. Auch der Windows-Standby-Zustand lässt sich nicht nutzen, weil der Computer sofort wieder aufwacht.

Manche Mainboards können einen oder mehrere USB-Ports auch im Stromsparzustand (ACPI S1, S3 oder S4, seltener S5) überwachen, sodass sich der Rechner mittels eines USB-Gerätes an diesem Port aufwecken beziehungsweise einschalten lässt. Damit das funktioniert, muss der USB-Port, an dem das weckende USB-Gerät angeschlossen ist, mit Strom versorgt sein. Viele Mainboards haben einen speziellen Jumper, den man umsetzen muss, damit dieser USB-Port auch im Soft-off-Zustand des ATX-Netzteils aus der 5-Volt-Standby-Leitung versorgt wird. (Schließt man daran eine optische Maus an, wird diese übringens leuchten, sobald das Netzteil Strom bekommt).

Bei manchen Mainboards muss man außerdem die ‘Wake-on-USB’-Funktion BIOS-Setup aktivieren. Und hier liegt das Problem mit dem ständigen Wiederaufwachen: Wenn ‘Wake-on-USB’ im BIOS-Setup aktiviert ist, der USB-Port im Soft-off-Zustand aber seine Spannung verliert, kann dieser Ausschaltvorgang beim Herunterfahren des PC vom USB Host Controller als Wake-up-Ereignis interpretiert werden.

Dieses Verhalten sollte sich zwar per BIOS-Update korrigieren lassen, in der Praxis kommt man aber durch die richtige Kombination von BIOS-Setup-Option und Jumper-Stellung schneller zum Ziel. Hier hilft Ausprobieren weiter.

Außer der Wake-on-USB-Funktion funktionieren manchmal auch andere Weck-Optionen nicht wie erwartet. Durch probeweises Abschalten im BIOS-Setup oder das Entfernen ‘weckender’ Peripherie (Modem, LAN-Adapter, PS/2-Geräte) kommt man diesen auf die Spur. (ciw) (ciw)