Idle-Timeout selbst testen
Ihr Artikel ‘Teure Eselei’ in c't 4/03 hat mich hellhörig gemacht, ob auch mein Router unnötige Kosten verursacht. Leider taucht der Hersteller in Ihrer Liste nicht auf. Gibt es eine Möglichkeit, wie ich selbst testen kann, ob ich betroffen bin?
- Björn Hansen
Ihr Artikel ‘Teure Eselei’ in c't 4/03 hat mich hellhörig gemacht, ob auch mein Router unnötige Kosten verursacht. Leider taucht der Hersteller in Ihrer Liste nicht auf. Gibt es eine Möglichkeit, wie ich selbst testen kann, ob ich betroffen bin?
Zunächst können Sie natürlich einen sehr kurzen Timeout einstellen und beobachten, ob der wirkt. Ihr Router sollte auf einer Statusseite der Konfigurationsoberfläche oder durch eine LED anzeigen, ob die Verbindung besteht. Für den nötigen Datenverkehr sorgen schon die eDonkey-User.
Wenn der Router die Verbindung trennt, Sie es aber genauer wissen wollen, brauchen Sie einen zweiten Rechner irgendwo am Internet, vorzugsweise mit einer Unix-Variante wie Linux. Vielleicht können Sie ja Ihren Nachbarn überreden, seinen PC mal von der Knoppix-CD von Heft 4/03 zu booten. Von diesem Rechner aus testen Sie die drei üblichen IP-Protokolle ICMP, UDP und TCP. Für ICMP-Verkehr sorgt der Aufruf:
ping -fnq IP-Adresse
Die Adresse Ihres Routers sehen Sie wiederum in dessen Konfigurationsoberfläche oder auf www.privacy.net nach. Den ping-Befehl unterbrechen Sie mit Ctrl+C, wenn der Timeout abgelaufen ist. Die Parameter können zwischen den einzelnen Unix-Varianten variieren und lauten unter Windows ganz anders. Wichtig ist nur, dass das Programm fortlaufend Pakete schickt, statt nach einigen wenigen wieder aufzuhören.
Für UDP- und TCP-Verkehr benutzen Sie einen Portscanner wie nmap:
nmap -sT -p 1-65535 IP-Adresse
Auf dem Test-Rechner dürfen Sie sich natürlich nicht über den Router einwählen, weil ja sonst eine Verbindung besteht, die erwünscht ist. Auch darf keine andere Anwendung während der Tests Datenverkehr aus dem LAN ins Internet erzeugen. (je) (ha)