Unscharfe VCDs und SVCDs
Ich habe schon mit mehreren Videoschnittprogrammen selbst gedrehte DV-Filme bearbeitet und auf (S)VCD gebrannt, bin aber mit der Bildqualität unzufrieden. Die mit Pinnacle Studio 8 erstellten Videos sind auf dem PC-DVD-Spieler und dem TV-DVD-Spieler unscharf, die Kanten stark verschwommen. Andere Programme liefern zwar schärfere Bilder, neigen dafür aber zu Blockartefakten, zum Beispiel bei schnellen Schwenks oder Zoom-Fahrten. Welche Einstellungen müsste ich nutzen, um ein klares und sauberes Video zu erstellen?
- Holger Dambeck
Ich habe schon mit mehreren Videoschnittprogrammen selbst gedrehte DV-Filme bearbeitet und auf (S)VCD gebrannt, bin aber mit der Bildqualität unzufrieden. Die mit Pinnacle Studio 8 erstellten Videos sind auf dem PC-DVD-Spieler und dem TV-DVD-Spieler unscharf, die Kanten stark verschwommen. Andere Programme liefern zwar schärfere Bilder, neigen dafür aber zu Blockartefakten, zum Beispiel bei schnellen Schwenks oder Zoom-Fahrten. Welche Einstellungen müsste ich nutzen, um ein klares und sauberes Video zu erstellen?
Schuld an der schlechten Qualität sind in erster Linie die in den Schnittprogrammen integrierten MPEG-Encoder. Da helfen auch veränderte Optionen nicht weiter. Pinnacles Encoder beispielsweise macht die Bilder unscharf und verhindert so die störenden Blockartefakte. Zum Erstellen von MPEG-1 für VCDs und MPEG-2 für SVCD empfehlen wir Ihnen den 50 US-Dollar teuren Encoder ‘TMPGEnc’, den Sie vier Wochen lang kostenlos testen können (siehe Soft-Link). Das Kodieren von MPEG-1 für VCDs ist übrigens auch nach Ablauf der Testphase gratis.
Speichern Sie Ihre bearbeiteten Filme im Videoschnittprogramm im DV-AVI-Format ab. Mit TMPGEnc komprimieren Sie diese dann in MPEG-1 oder MPEG-2. Nutzen Sie dabei die voreingestellten Modi. Die Qualität von MPEG-2-Strömen können Sie noch zusätzlich verbessern, indem Sie die Optionen variable Bitrate und 2-Pass-Encoding wählen. Dabei kodiert der Encoder Ihren Film zweimal hintereinander. Im ersten Durchlauf ermittelt er die kritischen, bewegungsreichen Sequenzen und kodiert diese im zweiten Durchlauf mit einer höheren Bitrate, sodass Blockartefakte weitestgehend vermieden werden.
Noch ein Tipp für DV-Aufnahmen: Verwenden Sie möglichst ein Stativ, sie erleichtern dem Encoder so die Arbeit und erhalten qualitativ bessere MPEG-Dateien. Die fertigen MPEG-Dateien brennen Sie dann mit WinONCD, Nero Burning Rom oder dem kostenlosen VCDEasy (www.vcdeasy.org) auf CD. Ein Import der MPEG-Datei mit einem Videoschnittprogramm ist zwar auch möglich, spätestens vor dem Brennen würde es den bereits als MPEG vorliegenden Film in der Regel jedoch erneut kodieren. Mehr zum Thema ‘(S)VCDs optimieren’ finden Sie in c't 24/02 auf Seite 196. (hod)