Booten von SCSI-Laufwerken
Manche modernen Mainboards verweigern das Booten von SCSI-Festplatten oder optischen Laufwerken am SCSI-Hostadapter. Manchmal helfen die folgenden Tipps.
Manche modernen Mainboards verweigern das Booten von SCSI-Festplatten oder optischen Laufwerken am SCSI-Hostadapter. Manchmal helfen die folgenden Tipps.
Vor allem von Lesern, die ältere SCSI-Hostadapter (wie die Adaptec-2940-Serie) in neuen Pentium-4-Mainboards betreiben wollen, treffen in letzter Zeit häufig Anfragen zum Booten von SCSI-Laufwerken ein. Zu den möglichen Ursachen solcher Probleme gehört die große Anzahl integrierter Komponenten moderner Chipsätze und Mainboards sowie die im Laufe der Zeit veränderten Konfigurationsstrategien von APIC-kompatiblen ACPI-BIOSsen. Im Vergleich zu zwei oder drei Jahre alten Mainboards beherrschen aktuelle Produkte das Booten von Serial-ATA- oder USB-Laufwerken, USB-Legacy-Unterstützung für Tastatur und Maus oder RAID. SCSI-Unterstützung wird von den Mainboard-Herstellern zunehmend als Server-Attribut gesehen; dort sind 32-Bit/33-MHz-Hostadapter nicht mehr Stand der Technik, sondern PCI-X-Geräte.
Falls das Mainboard-BIOS Geräte am SCSI-Bus oder der SCSI-Hostadapter nicht erkennt oder von bestimmten Geräten nicht booten will, sollte man zunächst die BIOSse von Mainboard und SCSI-Hostadapter in den Grundzustand versetzen („Load Setup Defaults“) und die Verkabelung und Terminierung der SCSI-Busse penibel prüfen. Auch Updates des BIOS des SCSI-Hostadapters und des Mainboards sind ratsam, anschließend löscht man beim Mainboard den gepufferten CMOS-Speicher nach Anleitung.
Als nächstes stehen Experimente mit dem BIOS-Setup des Mainboards auf dem Programm. Die Boot-Reihenfolge (meist unter Advanced BIOS Options) lässt sich manchmal nur in Bezug auf Floppy-, IDE- und USB-Laufwerke verändern; der Parameter „Boot other device“ steuert dann, ob das BIOS das „Option ROM“, also einen Adressbereich mit Informationen des SCSI-Hostadapters, überhaupt durchsucht.
Das Abschalten von Zusatzfunktionen und -Komponenten kann Abhilfe bringen, Kandidaten dafür sind eventuell vorhandene Ultra-ATA- oder Serial-ATA-(RAID-)Hostadapter, USB-Controller und LAN-Chips. Wird der SCSI-Hostadapter gar nicht gefunden, bringen außer dem Tausch von PCI-Steckplätzen manchmal auch Variationen der Einstellungen für die PCI-IRQs (etwa unter PNP/PCI Setup) oder das Löschen der erweiterten Plug-and-Play-Konfigurationsdaten (ESCD) Abhilfe. (ciw)