#JA4me: Kampagne soll Julian Assange "befreien"
Mit JA4me wurde eine Kampagne gestartet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft in London zu "befreien". Jeweils am letzten Tag eines Monats soll dafĂĽr mit gewaltfreien Aktionen geworben werden.
(Bild: dpa, Facundo Arrizabalaga)
Mit der Aktion Julian Assange for Me wollen Aktivisten über plakative Mittel dezentral auf die missliche Lage des Wikileaks-Gründers Julian Assange in London aufmerksam machen. Dort ist Assange in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet, nachdem sein Antrag auf Ablehnung der Überführung nach Schweden in allen drei Instanzen gescheitert war: In Schweden soll Assange zum Vorwurf der Vergewaltigung in einem minderschweren Fall verhört werden. Nachdem ihm Ecuador "politisches Asyl" gewährte, ist eine Pattsituation entstanden, die eine UN-Arbeitsgruppe vor wenigen Monaten als rechtswidrige Festsetzung charakterisiert hatte.
Auf die vor allem auf Twitter lauten Aktionen von #JA4me reagierte zumindest die schwedische Generalstaatsanwaltschaft bereits mit einer kurzen Stellungnahme: Man habe mit Ecuador ein Generalabkommen zur gegenseitigen Rechtshilfe unterzeichnet und warte auf eine Antwort seitens der ecuadorianischen Staatsanwaltschaft. Sobald alle notwendigen Erlaubnisse und Absprachen vorliegen, werde die zuständige Staatsanwältin Ingrid Isgren zusammen mit einem Polizeiermittler Assange zu den Vorwürfen befragen. (mho)